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BASF Aktie: 28 Millionen Aktien eingezogen

BASF schließt Anlage in Südkorea, verkauft Silikategeschäft und beendet Aktienrückkauf. Analysten bleiben trotzdem zuversichtlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Schließung einer Kunststoffanlage in Südkorea
  • Verkauf des Silikategeschäfts an PQ Corporation
  • Ende des laufenden Aktienrückkaufprogramms
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlung für BASF

BASF räumt sein Portfolio auf. Der Chemiekonzern schließt Mitte Juni planmäßig eine Kunststoffanlage im südkoreanischen Ulsan. Parallel dazu verkauft das Management das Silikategeschäft an die PQ Corporation. Das Ziel: Randbereiche fliegen raus, margenstarke Sparten rücken in den Fokus.

Kostensenkung als oberstes Gebot

Die Schritte gehören zum neuen Strategieprogramm „CoreShift“. Bis 2029 will BASF die Fixkosten im Kerngeschäft um ein Fünftel senken. Als Basis dient das Jahr 2024. Ein zentrales Team steuert diesen Prozess nun durch alle Abteilungen.

Das Management reagiert damit auf harte globale Märkte. Während BASF in China mit dem neuen Verbundstandort in Zhanjiang massiv ausbaut, schrumpft das bestehende Netzwerk. Der Erlös aus dem Silikat-Verkauf fließt direkt in den klimafreundlichen Umbau der Produktion.

Ende des Aktienrückkaufs

Am Kapitalmarkt rückt ein anderes Thema in den Vordergrund. Das laufende Aktienrückkaufprogramm endet in diesen Tagen. BASF hat in dieser ersten Tranche knapp 28 Millionen Papiere erworben und eingezogen. Das Volumen lag bei bis zu 1,5 Milliarden Euro.

Damit fehlt an der Börse ab Juli ein verlässlicher Käufer. Der Konzern muss künftig rein operativ überzeugen. Zwar plant das Management bis 2028 weitere Ausschüttungen von mindestens 12 Milliarden Euro. Ein Termin für den nächsten Rückkauf fehlt jedoch.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der Branchenflaute trauen Experten der Aktie einiges zu. Goldman Sachs belässt die Einstufung auf „Buy“. Die Bank senkte das Kursziel lediglich leicht auf 63 Euro. BASF profitiert laut den Analysten von der starken Preismacht seines Verbund-Systems.

Die Zahlen zum ersten Quartal stützen diese These. Der Umsatz sank zwar auf rund 16 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie stieg im Jahresvergleich allerdings spürbar auf 1,06 Euro. BASF federt höhere Kosten demnach besser ab als viele Konkurrenten.

Der nächste Härtetest folgt in wenigen Wochen. Im Juli präsentiert BASF die Ergebnisse für das zweite Quartal. Investoren erwarten dann erste messbare Erfolge der neuen Sparmaßnahmen. Das Management peilt für das Gesamtjahr ein operatives Ergebnis zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro an.

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