BASF liefert am heutigen Donnerstag ein volles Programm. Während das operative Geschäft im Auftaktquartal unter Währungsdruck ächzte, steht auf der Hauptversammlung in Mannheim eine fundamentale Weichenstellung zur Abstimmung. Die Aktionäre entscheiden über die Abspaltung der Agrarsparte. Dieses Manöver könnte die Struktur des traditionsreichen Chemiekonzerns dauerhaft verändern.
Agrarsparte vor dem Spin-off
Stimmt die Hauptversammlung zu, wird der Bereich Agricultural Solutions in eine eigenständige Tochtergesellschaft überführt. Dies gilt als zwingende Voraussetzung für einen geplanten Börsengang in Frankfurt, der für das Jahr 2027 anvisiert ist. Bereits ab Mai soll die neue Einheit operativ vollständig getrennt von der Muttergesellschaft agieren.
Livio Tedeschi, der das Segment bereits leitet, übernimmt dann den Vorstandsposten der neuen Tochter. Marktbeobachter werten die Trennung als logischen strategischen Schritt. Agrochemie und Spezialchemie folgen völlig unterschiedlichen Marktzyklen sowie eigenen regulatorischen Vorgaben. Eine Aufspaltung könnte beiden Einheiten erlauben, deutlich flexibler auf ihr jeweiliges Marktumfeld zu reagieren.
Währungseffekte bremsen den Gewinn
Im Tagesgeschäft hinterließen ungünstige Wechselkurse derweil tiefe Spuren. Der Umsatz sank im Berichtsquartal auf 16,02 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen schrumpfte auf rund 2,4 Milliarden Euro.
Laut Finanzvorstand Dirk Elvermann hätte BASF ohne währungsbedingte Belastungen das Vorjahresniveau beim operativen Gewinn exakt erreicht. Unter dem Strich verbesserte sich die Ertragslage jedoch spürbar. Das Ergebnis nach Steuern kletterte auf 927 Millionen Euro. Der Konzern profitierte hier von einem soliden Mengenwachstum, das primär von einer anziehenden Nachfrage in China getragen wurde.
Dividende, Rückkäufe und Ausblick
Für das abgelaufene Geschäftsjahr schlägt das Management eine unveränderte Dividende von 2,25 Euro je Aktie vor. Parallel dazu treibt das Unternehmen ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm voran. Bis Mitte März erwarb der Konzern bereits Papiere für knapp 789 Millionen Euro.
Beim Ausblick auf das laufende Jahr bleibt der Vorstand angesichts geopolitischer Unsicherheiten im Nahen Osten vorsichtig. Das anvisierte operative Jahresergebnis von durchschnittlich 6,6 Milliarden Euro liegt unter den bisherigen Markterwartungen.
An der Börse reagieren Investoren gelassen auf das Zahlenwerk. Die BASF-Aktie pendelt aktuell kaum verändert bei 54,08 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit ein starkes Plus von knapp 21 Prozent. Der Kurs hält sich stabil in der Nähe des jüngsten Jahreshochs.
Den fehlenden konjunkturellen Rückenwind muss der Konzern nun intern ausgleichen. Das strikte Kostensenkungsprogramm liefert hierfür die Basis. Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Einsparungen planmäßig auf 2,3 Milliarden Euro ansteigen.
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