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BASF: 5,8 Milliarden aus Coatings-Verkauf

BASF erreicht neuen Höchststand seit drei Jahren. Verkaufserlös von 5,8 Milliarden Euro stärkt Bilanz und sichert Dividende.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie erreicht neues Dreijahreshoch
  • Milliardenschwerer Coatings-Verkauf steht bevor
  • Sparprogramm übertrifft Zwischenziele deutlich
  • Geopolitische Risiken belasten Lieferketten

Starke Kursgewinne, milliardenschwere Kapitalmaßnahmen und eine blockierte Handelsroute im Nahen Osten — bei BASF verdichten sich die Ereignisse. Die Aktie des Ludwigshafener Chemiekonzerns hat Ende April ein neues Dreijahreshoch erreicht. Ein massiver Mittelzufluss aus dem Verkauf der Coatings-Sparte steht kurz bevor.

Mit knapp 55 Euro hat das Papier seit Jahresbeginn rund 22 Prozent zugelegt. Damit notiert der Wert deutlich über seiner 200-Tage-Linie. Eine hartnäckige Widerstandszone bremst den Kursverlauf aktuell noch aus, ein nachhaltiger Ausbruch gilt als technisch bedeutsam.

Sparkurs stützt den Gewinn

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen ein zweigeteiltes Bild. Währungseffekte drückten den Umsatz auf rund 16 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen sank auf 2,35 Milliarden Euro. Unterm Strich verbesserte sich die Ertragslage allerdings: Das Ergebnis nach Steuern kletterte auf 927 Millionen Euro.

Verantwortlich dafür ist ein beschleunigtes Sparprogramm. Das Management senkte die Kosten bereits um 1,7 Milliarden Euro und übertraf damit das ursprüngliche Etappenziel deutlich. Am Stammwerk in Ludwigshafen fielen in jüngster Zeit rund 2.800 Stellen weg. Künftig soll das Sparvolumen auf 2,3 Milliarden Euro anwachsen.

Milliarden für die Bilanz

Im zweiten Quartal erwartet das Management einen massiven Kapitalzufluss. Der Verkauf der Coatings-Sparte an Carlyle soll rund 5,8 Milliarden Euro vor Steuern in die Kassen spülen. Diese Mittel stärken die Bilanz erheblich und sichern die laufenden Aktionärsvergütungen ab.

Parallel läuft das aktuelle Aktienrückkaufprogramm auf die Zielgerade zu. Bis Mitte März sammelte das Unternehmen bereits Papiere für knapp 789 Millionen Euro ein. Die aktuelle Tranche ist auf 1,5 Milliarden Euro begrenzt und soll bis Ende Juni abgeschlossen werden.

Prognose steht, Risiken wachsen

Für das laufende Geschäftsjahr hält das Management an seinen Zielen fest. Das operative Ergebnis soll eine Spanne von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro erreichen. Der freie Cashflow wird auf bis zu 2,3 Milliarden Euro taxiert.

Indes trübt die geopolitische Lage das Umfeld. Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und die weitgehende Sperrung der Straße von Hormus belasten die globalen Lieferketten für Öl und Chemikalien. Die genauen finanziellen Effekte dieser Störungen lassen sich laut Unternehmensangaben aktuell noch nicht beziffern.

In der kommenden Woche stehen für Aktionäre handfeste Termine im Kalender. Am 4. Mai wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Die Auszahlung von 2,25 Euro je Anteilsschein erfolgt zwei Tage später.

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