BASF setzt beim Kapitalrückfluss sichtbar nach. Der Chemiekonzern kauft in der Schlussphase seines laufenden Programms eigene Aktien in hohem Tempo zurück und verknüpft das mit einer breiteren Neuordnung des Portfolios. Die Botschaft ist klar: weniger Randbeteiligungen, mehr Fokus auf Chemie und eine belastbarere Ausschüttungsbasis.
Rückkäufe stützen die Kapitalstory
In der Berichtswoche bis zum 8. Mai erwarb BASF knapp 4,8 Millionen eigene Aktien. Das ist der deutlichste Hinweis, dass der Konzern das laufende Programm nun beschleunigt.
Seit dem Start im November 2025 summieren sich die Rückkäufe auf rund 24,3 Millionen Papiere. Das Teilprogramm hat ein Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Abgeschlossen werden soll es bis Ende Juni 2026.
Die Logik dahinter ist einfach. Eingezogene Aktien senken das Grundkapital und verteilen künftige Gewinne auf weniger Papiere. Das kann den Gewinn je Aktie stärken, sofern das operative Geschäft ausreichend Cashflow liefert.
Der größere Rahmen bleibt die angekündigte Kapitalrückführung. Bis 2028 plant BASF Ausschüttungen und Rückkäufe von mindestens 12 Milliarden Euro. Rund 8 Milliarden Euro davon sollen über Dividenden fließen.
Rückkäufe liefern den zweiten Baustein: etwa 4 Milliarden Euro sind dafür vorgesehen. Für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 sieht BASF eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie vor.
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Portfolioumbau liefert Spielraum
Parallel dazu reduziert BASF verbliebene Randbeteiligungen im Energiebereich. Die Erlöse sollen die finanzielle Flexibilität erhöhen und den Umbau des Kerngeschäfts absichern.
Der nächste größere Schritt ist der geplante Börsengang der Sparte Agricultural Solutions im Jahr 2027. Eine eigenständigere Struktur könnte das Agrargeschäft transparenter machen und die Kapitalallokation innerhalb des Konzerns schärfen. Genau hier liegt ein wichtiger Hebel für eine mögliche Neubewertung der Gruppe.
Operative Ziele und Kursbild
Operativ bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Rohstoffpreise schwanken, die Nachfrage in Teilen der Chemieindustrie bleibt zyklisch. Das Management hält dennoch an seiner Prognose fest: Das bereinigte EBITDA wird weiter zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro erwartet.
Beim freien Cashflow liegt die Zielspanne bei 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro. Dieser Wert ist zentral, weil er zeigt, wie viel Mittel nach Investitionen wirklich für Dividenden, Rückkäufe und Umbau übrig bleiben.
Am Dienstag notiert die Aktie bei 52,90 Euro und damit leicht unter dem Vortagesschluss von 53,06 Euro. Seit Jahresanfang steht dennoch ein Plus von 18,24 Prozent. Der Kurs liegt 13,75 Prozent über der 200-Tage-Linie, der RSI von 83,9 signalisiert kurzfristig eine sehr angespannte technische Lage.
Bis Ende Juni 2026 steht nun der Abschluss des laufenden Rückkaufs im Mittelpunkt. Danach rücken die Umsetzung des Dividendenrahmens und die Vorbereitung des Agrar-IPOs für 2027 nach vorn; der operative Cashflow gibt vor, wie tragfähig diese Kapitalstory bleibt.
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