Die Basellandschaftliche Kantonalbank steckt in der Führungskrise. Nach dem überraschenden Abgang von Präsident und CEO im Juli übernimmt nun FINMA-Ex-Präsident Dr. Thomas Bauer das Interims-Präsidium. Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Minus von 0,66 Prozent auf 908 CHF.
Radicant-Desaster treibt Führungsröhre
Die personellen Erdbeben bei der BLKB sind direkte Folge des Radicant-Fiaskos. Die massive Wertberichtigung von 105,5 Millionen Franken auf die Online-Tochter zwang die Bank zum Handeln. Die eigentlich für 2026 geplanten Führungswechsel wurden vorgezogen – ein Eingeständnis des Scheiterns.
Dr. Bauer übernimmt eine Bank im Ausnahmezustand. Sein FINMA-Hintergrund soll Stabilität signalisieren, doch die Märkte bleiben skeptisch. Die interimistische Doppelspitze – Nadia Tarolli Schmidt im Bankrat, Christoph Schär operativ – wirkt wie Notlösung statt Strategie.
Operativ stabil – aber für wie lange?
Trotz der Führungsturbulenzen zeigt die BLKB erstaunliche operative Resilienz:
– Geschäftsertrag steigt um 4,4% auf 239,0 Millionen Franken
– Konzerngewinn von 91,6 Millionen Franken über Vorjahresniveau
– Netto-Neugeldzufluss um 29% auf 632 Millionen CHF gesteigert
– Bilanzsumme bei soliden 36,5 Milliarden CHF
Doch wie lange trägt diese operative Stärke die managementlose Bank? Die Radicant-Affäre lastet weiter wie ein Damoklesschwert über der Bilanz.
Wettlauf gegen die Zeit
Die BLKB hat sich bis 1. Juli 2026 Zeit für die endgültige Neubesetzung gegeben. Doch die Uhr tickt laut. Jeder weitere Monat ohne stabile Führung nagt am Marktvertrauen.
Kann Dr. Bauer als Interims-Lösung die Wogen glätten? Seine FINMA-Vergangenheit hilft regulatorisch, aber fehlt ihm die operative Bankerfahrung? Die Suche nach einem dauerhaften CEO und Präsidenten wird zur Bewährungsprobe für den gesamten Kanton.
Die Aktie dürfte weiter unter Druck bleiben – solange die Führungsfrage ungelöst ist und Radicant wie ein unkalkulierbares Risiko im Hintergrund lauert.
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