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Barry Callebaut Aktie: Im Sturm der Kakaokrise

Der Schweizer Schokoladenhersteller verzeichnet einen Absatzeinbruch von 9,5% und korrigiert seine Jahresprognose aufgrund historisch hoher Kakaopreise und sinkender Verkaufsmengen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kakaopreise über 8.000 Dollar belasten Gewinnmargen
  • Absatzrückgang von 9,5% im dritten Quartal
  • Strategische Partnerschaften für zellbasierten Kakao
  • Nettoverschuldung bei 6,5x EBITDA

Die Barry Callebaut Aktie kämpft gegen historische Kakaopreise und einbrechende Absatzmengen. Der Schweizer Konzern korrigierte bereits zum dritten Mal die Jahresprognose – kann die strategische Wende den Absturz stoppen?

Rekordpreise zerreißen die Gewinnmargen

Mit Kakaopreisen jenseits der 8.000-Dollar-Marke operiert Barry Callebaut in einer existenziellen Zangenbewegung. Die Rohstoffkosten haben sich mehr als verdoppelt, doch die Weitergabe an Kunden stößt an Grenzen. Die Folge: Das Verkaufsvolumen brach im dritten Quartel um 9,5% ein.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:
* Globale Schokoladenvolumen: -6,2%
* Kakaovolumina: -22,6%
* Prognose für Gesamtjahr: -7% Volumenrückgang

Die EBIT-Erwartungen wurden von zweistelligem auf mittleren bis hohen einstelligen Wachstum korrigiert – trotz 57% Umsatzanstieg durch höhere Verkaufspreise.

Strategischer Pakt gegen den Untergang

Kann kultivierter Kakao den Konzern retten? Barry Callebaut setzt auf eine radikale Wende und treibt Partnerschaften für zellbasierte Kakao-Produktion voran. Die Kooperation mit der ZHAW soll die Lieferkettenresilienz stärken.

Doch der Zeitplan zeigt die Dramatik der Lage:
* Regulatorische Zulassungen: frühestens 2028-2032
* Kostengleichheit mit traditionellem Kakao: ab 2035

Bis dahin muss das Unternehmen die aktuelle Krise überstehen – bei einer Nettoverschuldung von 6,5x EBITDA und dem Ziel, diese auf 3,5x zu reduzieren.

Überlebenskampf an zwei Fronten

Die Aktie spiegelt die fundamentale Zerrissenheit wider: Einbrechende Volumina in Nordamerika, Produktionsrückgänge in Westafrika um 10% und anhaltende B2B-Unsicherheit lassen kaum Spielraum für Entspannung.

Die entscheidende Frage: Reicht die Zeit für die strategische Neuausrichtung, bevor die Kakaomarkt-Turbulenzen die Gewinnstruktur nachhaltig beschädigen? Die nächsten Quartale werden zeigen, ob der Schokoladengigant den Sturm übersteht – oder weiter in die Tiefe gerissen wird.

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