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Barrick Mining Aktie: Warnende Anzeichen?

Eine bisher nicht offengelegte Gewinnbeteiligung von Teck Resources am Goldprojekt Fourmile gefährdet die Bewertung von Barricks geplantem Spin-off und trifft auf weitere Unternehmensprobleme.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Versteckte Lizenzgebühr für Schlüsselprojekt Fourmile
  • IPO der Tochtergesellschaft NewCo in Gefahr
  • Konflikt mit Joint-Venture-Partner Newmont
  • Produktionsrückgang zum sechsten Mal in Folge

Eine bislang nicht offengelegte Lizenzgebühr von Teck Resources auf Barricks Vorzeigeprojekt Fourmile sorgt für Unruhe. Die Enthüllung trifft das Unternehmen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt — mitten in den Vorbereitungen für den geplanten Börsengang der nordamerikanischen Aktivitäten.

Was die Teck-Royalty bedeutet

Laut Dokumenten, die der Globe and Mail vorliegen, steht Teck Resources eine Beteiligung von 10% am Nettogewinn aus dem Fourmile-Projekt zu, sobald dieses zu einer Mine entwickelt wird. Ab einer Produktion von sechs Millionen Unzen Gold erhöht sich dieser Anteil auf 15%. Die Royalty erstreckt sich über eine Fläche von 260 Quadratkilometern.

Barrick hatte bislang lediglich eine 1,6-prozentige Bruttoschmelzrendite von Royal Gold Inc. als Lizenzbelastung für Fourmile ausgewiesen. Die Teck-Vereinbarung blieb öffentlich unerwähnt — obwohl Barrick das Projekt wiederholt als „eine der größten Goldentdeckungen des Jahrhunderts“ bezeichnet hat.

RBC-Analyst Josh Wolfson hatte Fourmile zuletzt mit 15 Milliarden US-Dollar bewertet, was rund 15,6% von Barricks gesamtem Nettovermögenswert entspricht. Er zeigte sich überrascht über die fehlende Offenlegung und geht davon aus, dass seine Bewertung nach unten korrigiert werden muss — um schätzungsweise 10%. Bei einer Jahresproduktion von 750.000 Unzen und einem Goldpreis von 3.400 US-Dollar könnte die Royalty Teck jährlich zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar einbringen.

Mehrere Baustellen gleichzeitig

Fourmile ist das Herzstück von Barricks geplantem Spin-off. Die neue Gesellschaft „NewCo“ soll neben Fourmile auch die Anteile am Nevada Gold Mines Joint Venture sowie das Pueblo-Viejo-Projekt bündeln. Der Börsengang ist für Ende 2026 geplant.

Die Royalty-Enthüllung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Barrick ohnehin unter Druck steht. Joint-Venture-Partner Newmont hat eine Verzugsmitteilung eingereicht und wirft Barrick vor, Ressourcen aus Nevada Gold Mines abgezogen zu haben, um das eigene Fourmile-Projekt voranzutreiben. Nevada Gold Mines macht laut Wolfson rund 60% von Barricks Marktwert aus — ein ungelöster Konflikt dort wiegt schwer.

Hinzu kommt: Barricks Produktion ist 2025 zum sechsten Mal in Folge gesunken, auf den niedrigsten Stand seit mindestens 25 Jahren. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen weiteren Rückgang.

Fourmile bleibt geologisch überzeugend

Trotz der Belastungen sind die Ressourcenzahlen beeindruckend. Fourmile weist inzwischen 2,6 Millionen Unzen angezeigte und 13 Millionen Unzen vermutete Goldressourcen aus — eine Verdopplung in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. Die Projektlebensdauer wird auf mehr als 25 Jahre geschätzt, das Investitionsbudget auf 3,2 Milliarden US-Dollar. Der Bau des Abbauschachts soll Ende 2026 beginnen, eine Machbarkeitsstudie ist für 2029 geplant.

Auf der Kapitalseite lieferte Barrick zuletzt starke Zahlen: Im vierten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen operativen Cashflow von 2,73 Milliarden US-Dollar und einen freien Cashflow von 1,62 Milliarden US-Dollar. Die neue Dividendenpolitik sieht eine Ausschüttung von 50% des freien Cashflows vor, bestehend aus einer festen Quartalsdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie zuzüglich einer variablen Jahreskomponente.

Mit einem Kursrückgang von rund 23% in den vergangenen 30 Tagen spiegelt die Aktie die gestiegene Unsicherheit bereits wider. Ob die NewCo-Bewertung trotz Teck-Royalty und Newmont-Konflikt hält, wird sich spätestens mit dem Fortschritt der Vorstudien und der IPO-Dokumentation im Laufe des Jahres zeigen.

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