Barrick Mining steckt in einem Dilemma. Das Unternehmen hat gerade Rekordergebnisse vorgelegt und die Dividende mehr als verdoppelt – doch die Aktie bricht trotzdem ein. Der Grund: eine niedrigere Produktionsprognose für 2026 trifft auf fallende Goldpreise.
Starke Zahlen, schwache Prognose
Das vierte Quartal 2025 markierte für Barrick Mining gleich mehrere Rekorde. Der operative Cashflow erreichte 2,73 Milliarden US-Dollar, der Free Cashflow lag bei 1,62 Milliarden Dollar – Steigerungen von 13 Prozent beziehungsweise 9 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 1,43 Dollar, ebenfalls ein Höchstwert.
Die Dividende schoss von 0,18 auf 0,42 Dollar pro Quartal nach oben. Künftig will Barrick 50 Prozent des Free Cashflows ausschütten.
Doch die Märkte reagierten nicht auf die Erfolge der Vergangenheit, sondern auf die Zukunft. Für 2026 erwartet Barrick nur noch 2,9 bis 3,25 Millionen Unzen Gold – nach 3,26 Millionen im Vorjahr. Diese Rücknahme der Produktionsziele verunsicherte Anleger massiv.
Goldpreis dreht, Aktie stürzt ab
Am 3. März 2026 verlor die Barrick-Aktie bis 13:15 Uhr Eastern Time 8,7 Prozent an Wert. Auslöser war eine turbulente Phase am Goldmarkt.
Ende Februar hatte die Feinunze Gold noch bei 5.278 Dollar notiert. Nach US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran am Wochenende schnellte der Preis zunächst auf 5.416 Dollar – um dann wieder zu fallen.
Die Umkehr erklärt sich vor allem durch einen erstarkenden US-Dollar, der Gold für internationale Käufer verteuert. Investoren schichteten weltweit in Cash und Dollar um. Da Barricks Ergebnis direkt vom Goldpreis abhängt, geriet auch die Aktie unter Druck.
Am 7. März bewegte sich der Titel zwischen 44,02 und 45,73 Dollar. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 17,00 bis 54,69 Dollar.
Steigende Kosten belasten zusätzlich
Parallel zur sinkenden Produktion klettern die Kosten. Die Gesamtkosten je Unze stiegen im vierten Quartal um rund 15 Prozent, die All-in-Sustaining-Costs (AISC) um 9 Prozent auf 1.581 Dollar.
Für 2026 rechnet Barrick mit AISC zwischen 1.760 und 1.950 Dollar je Unze – deutlich über den 1.581 Dollar des Vorquartals. Die Cashkosten sollen auf 1.330 bis 1.470 Dollar steigen, verglichen mit 1.199 Dollar in 2025.
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Grund sind unter anderem komplexere Abfall- und Wassermanagement-Anforderungen im Nevada Gold Mines Joint Venture sowie niedrigere Erzgrade und höhere Preise für wichtige Verbrauchsgüter. Zudem wirkte sich die Aussetzung des Betriebs in der Loulo-Gounkoto-Mine negativ aus. Die konsolidierte Goldproduktion fiel im vierten Quartal um 19 Prozent auf 871.000 Unzen, über das Gesamtjahr 2025 um 17 Prozent.
Konflikt mit Newmont gefährdet Spin-off
Barrick plant, seine nordamerikanischen Goldanlagen noch in diesem Jahr in eine separate Gesellschaft auszugliedern und an die Börse zu bringen. Ziel ist es, Wert für Aktionäre freizusetzen.
Doch der Joint-Venture-Partner Newmont hat im Februar 2026 eine formelle Beschwerde eingereicht. Der Vorwurf: Barrick betreibe Missmanagement und lenke Ressourcen gezielt zum eigenen Fourmile-Projekt um. Dieser eskalierende Rechtsstreit könnte den geplanten Börsengang verzögern oder die Bewertung beeinträchtigen.
Am Fourmile-Projekt selbst macht Barrick Fortschritte. Die ausgewiesenen Goldressourcen wurden das zweite Jahr in Folge verdoppelt – auf 2,6 Millionen Unzen nachgewiesene und 13 Millionen Unzen vermutete Ressourcen. Die Bohrausgaben sollen 2026 auf 150 bis 160 Millionen Dollar steigen, nach 91 Millionen im Vorjahr.
Langfriststrategie: Kupfer im Fokus
Langfristig will Barrick den Kupferanteil am EBITDA bis 2030 auf 40 Prozent ausbauen. Kupfer profitiert von der Energiewende und dem Ausbau der KI-Infrastruktur, während Gold durch geopolitische Risiken und Zentralbankkäufe gestützt wird.
2025 kaufte Barrick eigene Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar zurück. Der Umsatz kletterte um 31 Prozent auf 16,96 Milliarden Dollar, der Gewinn um 133 Prozent. Die Dividendenrendite liegt aktuell bei etwa 3,6 Prozent.
Der Free Cashflow wuchs 2025 um 194 Prozent. Rund 50 Prozent des operativen Cashflows wurden in Free Cashflow umgewandelt – ein Zeichen hoher Profitabilität.
Technisches Bild weiter intakt
Trotz der jüngsten Turbulenzen bleibt die längerfristige Aufwärtstendenz bestehen. Die 50-Tage-Linie notiert seit dem Golden Cross am 9. April 2025 über der 200-Tage-Linie. Am 3. März fiel die Aktie jedoch unter die 50-Tage-Linie – ein erstes Warnsignal.
Die kommenden Wochen dürften von zwei Faktoren bestimmt werden: der Entwicklung des Goldpreises und dem Ausgang des Konflikts mit Newmont. Bleibt Gold stabil und lässt sich der Rechtsstreit beilegen, könnte die aktuelle Schwäche nur eine vorübergehende Korrektur sein. Andernfalls droht eine länger anhaltende Neubewertung.
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