Barrick Mining steht vor einem der dichtesten Unternehmenskalender seiner Geschichte. Goldman Sachs soll den geplanten Börsengang der nordamerikanischen Goldaktiva anführen — ein Vorhaben, das den Konzern fundamental umformen würde. Parallel dazu stehen Hauptversammlung und Quartalszahlen innerhalb weniger Tage an.
Ein Spin-off im Wert von 60 Milliarden Dollar
Der geplante IPO umfasst Barricks Anteile an den Joint Ventures mit Newmont in Nevada und der Dominikanischen Republik sowie das Fourmile-Projekt in Nevada. Barrick will 10 bis 15 Prozent des neuen Unternehmens an die Börse bringen — bei einem geschätzten Gesamtwert von mehr als 60 Milliarden Dollar ein bedeutender Schritt.
Für die neue Einheit hat Barrick bereits ein eigenständiges Führungsteam aufgestellt. Tim Cribb übernimmt als Chief Operating Officer, Wessel Hamman als Chief Financial Officer. Der Hintergrund: Nach Jahren rückläufiger Produktion — 2025 fiel die Fördermenge um 17 Prozent auf 3,26 Millionen Unzen, den niedrigsten Stand seit mindestens 25 Jahren — will Barrick die nordamerikanischen Premiumassets vom risikobehafteteren Geschäft in Mali und Pakistan trennen.
Newmont als Schlüsselfigur
Der IPO-Pfad hat eine entscheidende Hürde: Newmont hält ein Vorkaufsrecht auf Barricks Anteil an Nevada Gold Mines. Das Joint Venture gehört zu 61,5 Prozent Barrick und zu 38,5 Prozent Newmont — doch der Partnerschaftsvertrag schreibt vor, dass ein Verkauf an Dritte erst nach Angebot an den anderen Partner erfolgen darf. Ohne Newmonts Zustimmung kommt der Spin-off nicht durch.
Barrick selbst betont, dass der IPO noch unter dem Vorbehalt von Marktbedingungen, regulatorischer Genehmigung und finalem Vorstandsbeschluss steht.
Zwei Termine in drei Tagen
Am 8. Mai findet die Hauptversammlung als reines Online-Format statt. Drei Tage später, am 11. Mai, veröffentlicht Barrick vor Börseneröffnung die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Anleger werden den Bericht vor allem auf Hinweise zum IPO-Fortschritt und zur operativen Entwicklung durchleuchten.
Der Goldpreisrückenwind spielt dabei eine Rolle: Nach einem Rückgang auf unter 4.709 Dollar je Unze Mitte April hat sich der Preis erholt und notiert aktuell über 4.850 Dollar — mit Prognosen in Richtung 5.000 Dollar bis zum Jahresende.
Aktie unter dem 50-Tage-Schnitt
Die Barrick-Aktie schloss am Freitag bei 59,35 CAD, ein Tagesplus von gut zwei Prozent. Über die vergangenen zwölf Monate hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Mit einem RSI von 33 und einem Abstand von rund 17 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bei 71,86 CAD notiert die Aktie technisch in überverkauftem Terrain — knapp unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts.
Neun Analysten vergeben im Schnitt ein „Strong Buy“-Rating mit einem Kursziel von 50,44 US-Dollar. Ob der IPO-Prozess und die Quartalszahlen im Mai den nächsten Impuls liefern, entscheidet sich in weniger als vier Wochen.
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