Der Goldriese Barrick Mining macht Ernst mit der Aufspaltung seines Imperiums. Mit der Mandatierung von Goldman Sachs für den geplanten Börsengang der nordamerikanischen Kernanlagen wechselt das Projekt von der internen Prüfung in die aktive Umsetzungsphase. Auf Druck von Investoren entsteht so ein neues Schwergewicht, das am Markt mit bis zu 42 Milliarden US-Dollar bewertet werden könnte.
Fokus auf sichere Häfen
In die geplante „NewCo“ sollen die lukrativsten und sichersten Anlagen des Konzerns fließen. Dazu gehören die Mehrheitsbeteiligung an den Nevada Gold Mines, die Pueblo Viejo-Mine in der Dominikanischen Republik sowie das Fourmile-Projekt. Das Ziel dieser Abspaltung ist klar: Barrick will ein reines Gold-Investment für große Pensionskassen schaffen, das ohne die Risikoaufschläge von Schwellenländern auskommt.
Bisher leidet die Bewertung des Gesamtkonzerns unter den Engagements in politisch instabilen Regionen wie Mali oder dem Kongo. Der aktivistische Investor Elliott Management, der rund eine Milliarde US-Dollar in Barrick investiert hat, drängte zuletzt massiv auf genau diese Trennung von risikoreicheren afrikanischen und asiatischen Anlagen. Damit revidiert das Unternehmen faktisch die Strategie der Randgold-Fusion aus dem Jahr 2019.
Die Struktur des für Ende 2026 anvisierten Börsengangs sieht vor, dass zunächst nur eine Minderheitsbeteiligung platziert wird. Barrick plant, die Mehrheitskontrolle an der neuen Gesellschaft zu behalten. Ein eigenes siebenköpfiges Führungsteam unter der Leitung von CEO Mark Hill steht bereits fest. Analysten der Citigroup werten den Schritt als Versuch, verborgene Werte im Portfolio sichtbar zu machen und gleichzeitig einen Referenzpreis für mögliche zukünftige Konsolidierungen zu etablieren.
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Verzögerungen in Pakistan belasten
Während die Nordamerika-Pläne voranschreiten, bereitet das Reko-Diq-Kupferprojekt in Pakistan Sorgen. Wegen eskalierender Sicherheitsprobleme drosselt Barrick die dortigen Entwicklungsaktivitäten und verlängert die Projektprüfung bis Mitte 2027. Das Management rechnet bereits mit erheblichen Kostensteigerungen gegenüber dem ursprünglichen Budget von bis zu sechs Milliarden US-Dollar für die erste Ausbauphase.
Die Aktie reagierte zuletzt verhalten auf die gemischte Nachrichtenlage und schloss am Donnerstag bei 58,38 CAD, was einem leichten Minus von knapp drei Prozent seit Jahresbeginn entspricht.
Trotz der Rückschläge in Asien hält das Management an der Produktionsprognose für 2026 von bis zu 3,25 Millionen Unzen Gold fest. Die Analysten von Raymond James bestätigten Anfang April ihre Einstufung auf „Outperform“, passten das Kursziel jedoch minimal von 62 auf 61 Dollar an.
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