Das Fourmile-Projekt in Nevada gilt als bedeutendste Goldentdeckung des Jahrhunderts — und steht gleichzeitig im Zentrum eines eskalierenden Rechtsstreits, der Barricks ambitioniertesten Unternehmensumbau gefährdet. Die Aktie hat seit ihrem Januarhoch rund 29 Prozent verloren, während die Unsicherheit über den geplanten Börsengang zunimmt.
Fourmile: Kronjuwel mit Konfliktpotenzial
Die Ressourcenschätzungen für das vollständig im Barrick-Besitz befindliche Fourmile-Projekt haben sich im zweiten Jahr in Folge verdoppelt. Aktuell weist das Projekt 2,6 Millionen Unzen angezeigte Ressourcen bei einer Goldgrade von 17,59 Gramm pro Tonne aus — ein Wert, der im globalen Vergleich außergewöhnlich hoch ist. Für 2026 plant Barrick, die Bohrausgaben auf 150 bis 160 Millionen US-Dollar zu erhöhen, nach 91 Millionen im Vorjahr.
Fourmile bildet das Herzstück von „NewCo“, der geplanten Abspaltung der nordamerikanischen Goldaktiva. Barrick schätzt, dass die neue Einheit eine Bewertung von 42 Milliarden US-Dollar erzielen könnte. CEO Mark Hill soll den IPO-Prozess leiten, der für das vierte Quartal 2026 geplant ist.
Newmont-Streit belastet die Pläne
Genau dieses Kronjuwel ist zum Auslöser eines handfesten Rechtsstreits geworden. Newmont, Barricks Partner im Nevada Gold Mines Joint Venture, warf dem Unternehmen im Januar vor, Ressourcen aus dem gemeinsamen Venture zugunsten des eigenen Fourmile-Projekts abgezogen zu haben. Am 3. Februar folgte eine formelle Verzugsmitteilung. Die Aktie verlor daraufhin 7,16 Prozent an einem einzigen Tag.
Barrick-CEO Hill wies die Vorwürfe zurück, ohne Details zu nennen. Laut Personen, die mit dem Sachverhalt vertraut sind, geht Newmont davon aus, dass der geplante Börsengang seiner Zustimmung bedarf — und hat bereits Interesse am Erwerb der Nevada-Aktiva signalisiert. Eine mögliche Lösung wäre die Integration von Fourmile in das gemeinsame Nevada-Venture als Gegenleistung für Newmonts Zustimmung zur Abspaltung.
Das Nevada Gold Mines Joint Venture macht laut RBC Capital Markets rund 60 Prozent von Barricks Marktwert aus — ein Ausgang des Streits hätte damit erhebliche Konsequenzen für die Gesamtbewertung.
Rekordgewinne trotz sinkender Förderung
Operativ steht Barrick vor einem strukturellen Problem: 2025 verzeichnete das Unternehmen den sechsten jährlichen Produktionsrückgang in Folge, mit dem niedrigsten Ausstoß seit mindestens 25 Jahren. Auch für 2026 erwartet Barrick einen weiteren Rückgang — unter anderem beim Nevada-Venture, wo die Förderung im vierten Quartal 2025 um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr einbrach.
Finanziell konnte Barrick diesen Trend zuletzt überdecken. Der Nettogewinn im vierten Quartal 2025 verdoppelte sich auf 2,4 Milliarden US-Dollar, getragen von hohen Goldpreisen. Die Quartalsdividende wurde auf 42 Cent je Aktie mehr als verdoppelt, mit einer neuen Ausschüttungspolitik, die 50 Prozent des freien Cashflows anstrebt.
Der Ausgang des Rechtsstreits mit Newmont dürfte damit zur entscheidenden Variable für den IPO-Zeitplan werden. Unter dem gemeinsamen JV-Vertrag hat Barrick 30 Tage Zeit, den Vorwürfen zu begegnen oder Korrekturmaßnahmen einzuleiten — andernfalls droht ein Gerichtsverfahren in Nevada.
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