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Barrick Mining Aktie: Schicksalsfrage?

Der geplante Börsengang von Barricks nordamerikanischen Minen wird durch einen eskalierenden Konflikt mit Partner Newmont und unerwartete Gewinnbeteiligungen belastet, was den Zeitplan und die Bewertung in Frage stellt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Eskalierender Rechtsstreit mit Partner Newmont
  • Versteckte Gewinnbeteiligung für Teck Resources
  • Produktionsrückgang auf 25-Jahres-Tief
  • Börsengang mit über 60 Milliarden Dollar geplant

Barrick Mining treibt die Abspaltung seiner nordamerikanischen Goldminen voran und hat sich dafür prominente Unterstützung von Goldman Sachs gesichert. Der geplante Börsengang könnte mit einer Bewertung von über 60 Milliarden US-Dollar historische Ausmaße annehmen. Ein eskalierender Rechtsstreit mit dem Partner Newmont sowie überraschende Gewinnbeteiligungen Dritter gefährden nun den Zeitplan und die Bewertung des Vorhabens.

Streit um das Kernprojekt

Der Konflikt mit Newmont um das Joint Venture Nevada Gold Mines spitzt sich zu. Newmont wirft Barrick Missmanagement vor und rügt konkret die angebliche Umleitung von Ressourcen zugunsten von Barricks eigenem Fourmile-Projekt. Eine 30-tägige Frist zur Beilegung des Streits verstrich Ende März ergebnislos. Nun droht eine langwierige juristische Auseinandersetzung vor einem Bezirksgericht in Nevada.

Die Tragweite dieses Verfahrens ist enorm. Analysten von RBC Capital Markets schätzen, dass das Nevada-Projekt rund 60 Prozent des gesamten Marktwerts von Barrick ausmacht. Ohne eine Klärung der Eigentums- und Kontrollverhältnisse dürften Investoren die Attraktivität des Spin-offs stark anzweifeln. Informierten Kreisen zufolge pocht Newmont darauf, dass die geplante Abspaltung ohnehin der eigenen Zustimmung bedarf.

Versteckte Kosten drücken Bewertung

Neben der juristischen Auseinandersetzung belastet eine bisher wenig beachtete Abmachung die finanzielle Perspektive des Fourmile-Projekts. Dokumente belegen, dass der kanadische Rohstoffkonzern Teck eine Gewinnbeteiligung von 10 Prozent erhält, sobald Fourmile zu einer aktiven Mine wird. Ab einer Produktion von sechs Millionen Unzen Gold steigt dieser Anteil auf 15 Prozent.

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Bisher hatte RBC Dominion Securities den Wert von Fourmile auf 15 Milliarden US-Dollar taxiert. Die nun bestätigte Beteiligung von Teck dürfte diese Schätzung spürbar nach unten korrigieren. Zwar betonte Barrick, diese Kosten in internen Wirtschaftlichkeitsprüfungen bereits berücksichtigt zu haben. Die mangelnde öffentliche Kommunikation im Vorfeld sorgt jedoch für Kritik am Markt.

Schwache Produktion trifft auf starkes Gold

Das neu formierte Management-Team für den Spin-off steht vor einer komplexen Ausgangslage. Das Unternehmen verzeichnete 2025 das sechste Jahr in Folge einen Produktionsrückgang und erreichte den tiefsten Stand seit mindestens 25 Jahren.

Für das laufende Jahr 2026 rechnet Barrick mit einer Fördermenge von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen. Ein hohes Goldpreisniveau stützt zwar die fundamentale Bewertung des geplanten Börsengangs. Die erfolgreiche Umsetzung des Spin-offs erfordert nun zwingend eine Lösung im festgefahrenen Streit mit Newmont.

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