Gold bei fast 5.000 Dollar, ein neuer CEO und ein geplanter Börsengang nordamerikanischer Assets — Barrick Mining steht in den nächsten Wochen vor einer ungewöhnlichen Häufung von Weichenstellungen. Ob der Konzern das Beste aus dem historischen Goldpreisumfeld herausholt, wird der Markt ab dem 11. Mai wissen.
Starke Ausgangslage, aber ein schwaches erstes Quartal
Gold notiert derzeit über 4.800 Dollar je Unze — ein Plus von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. J.P. Morgan sieht die 5.000-Dollar-Marke bis Ende 2026 in Reichweite, langfristig sogar 6.000 Dollar. Für Barrick bedeutet das rechnerisch eine Marge von rund 3.000 Dollar je geförderter Unze, selbst nach Abzug der gestiegenen Produktionskosten.
Das Geschäftsjahr 2025 spiegelte diesen Rückenwind deutlich wider: Der operative Cashflow kletterte auf 7,69 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 71 Prozent. Der freie Cashflow verdreifachte sich nahezu auf 3,9 Milliarden Dollar. Das Ergebnis ermöglichte eine Dividendenerhöhung um 25 Prozent sowie eine Sonderdividende von 0,42 Dollar je Aktie für das vierte Quartal.
Q1 traditionell schwach — Kosten steigen weiter
Das erste Quartal 2026 dürfte diese Dynamik noch nicht vollständig abbilden. Das Management hat Q1 ausdrücklich als schwächste Periode des Jahres bezeichnet — sowohl bei Gold als auch bei Kupfer. Für das Gesamtjahr plant Barrick eine Förderung von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen Gold, wobei 45 Prozent auf die erste Jahreshälfte entfallen sollen. Hochläufe bei den Projekten Loulo-Gounkoto, Goldrush und Pueblo Viejo sollen die Produktion im zweiten Halbjahr ankurbeln.
Auf der Kostenseite bleibt der Druck hoch. Die All-in Sustaining Costs stiegen 2025 um zehn Prozent auf 1.637 Dollar je Unze. Für 2026 rechnet Barrick mit einem weiteren Anstieg auf 1.760 bis 1.950 Dollar — bedingt durch niedrigere Erzgehalte, teurere Betriebsmittel und angepasste Goldpreisannahmen.
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AGM, Börsengang und Reko Diq
Bereits am 8. Mai findet die virtuelle Hauptversammlung statt. CEO Mark Hill wird dort voraussichtlich zur geplanten Teilbörsennotierung nordamerikanischer Assets Stellung nehmen — ein IPO mit einem anfänglichen Streubesitz von zehn bis 15 Prozent ist für Ende 2026 anvisiert. Drei Tage später folgen die Q1-Zahlen.
Das Kupferprojekt Reko Diq in Pakistan bleibt ein offener Unsicherheitsfaktor. Wegen verschärfter Sicherheitslage und laufender Projektüberprüfung hat Barrick die Entwicklungsaktivitäten verlangsamt — eine umfassende Neubewertung soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein.
Die Aktie notiert aktuell bei 58,46 CAD und liegt damit rund 19 Prozent unter ihrem Jahreshoch vom Januar. Der RSI von knapp 31 signalisiert eine überverkaufte technische Lage — ob das Zahlenwerk am 11. Mai die Wende bringt, hängt maßgeblich davon ab, wie überzeugend Barrick trotz des schwachen Saisonmusters liefert.
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