Gold über 4.700 Dollar je Unze — und Barrick Mining atmet auf. Die verlängerte US-Iran-Waffenruhe hat den Goldpreis nach einem zweitägigen Rückgang stabilisiert. Für den kanadischen Minenbetreiber kommt das zur rechten Zeit.
Warum Gold zuletzt unter Druck stand
Seit dem Ausbruch des Nahostkonflikts Ende Februar ist Gold rund acht Prozent gefallen. Das klingt paradox, hat aber eine klare Erklärung. Der Konflikt wirkte als Angebotsschock im Energiemarkt: Ölpreise stiegen, Inflationserwartungen kletterten, Realzinsen zogen an. Für Gold — das in einem Umfeld sinkender Realzinsen glänzt — war das Gift.
Barrick spürte das direkt. Am Montag verlor die Aktie 5,8 Prozent und schloss bei 40,45 US-Dollar. Auf Sicht von sieben Tagen steht in kanadischen Dollar ein Minus von knapp fünf Prozent. Der Kurs liegt rund acht Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt.
Analysten bleiben konstruktiv — mit Abstrichen
CIBC hat am Montag sein Kursziel von 67 auf 63 kanadische Dollar gesenkt, hält aber an der Einstufung „Outperformer“ fest. UBS kürzte das Ziel von 55 auf 50 Dollar, ebenfalls bei „Buy“. ATB Cormark stufte die Aktie Anfang April von „Moderate Buy“ auf „Hold“ zurück.
Das Gesamtbild bleibt dennoch positiv. Der Konsens liegt bei „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel bei 54,17 kanadischen Dollar — deutlich über dem aktuellen Kurs von 55,37 CAD.
Bernstein sieht relativen Wert
Analyst Bob Brackett von Bernstein hebt Barrick als Ausnahme im Sektor hervor. Die meisten Minenaktien handeln über ihrem Fünfjahresschnitt. Barrick nicht. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,8x liegt rund 20 Prozent unter dem historischen Median von 17,3x.
Brackett senkte seinen Goldpreisausblick für 2026 leicht auf 4.818 Dollar je Unze. Die langfristigen Ziele ließ er unverändert — bis 2030 rechnet er mit einem Anstieg auf 6.100 Dollar. Die Nachfrage der Zentralbanken nach Goldreserven sei struktureller Natur und vom Krieg kaum beeinflusst.
Zwei Termine im Mai
Am 8. Mai hält Barrick seine Hauptversammlung ab — virtuell, um 10:00 Uhr EDT. Drei Tage später, am 11. Mai, folgen die Erstquartalszahlen vor Börseneröffnung.
Besonders im Blick: das Kupferprojekt Reko Diq in Pakistan. Barrick hat angekündigt, die Entwicklung dort bis Mitte 2027 zu verlangsamen und das Projekt neu zu bewerten — wegen wachsender Sicherheitsrisiken in der Region. Wie das Management die Lage einschätzt und welche Auswirkungen das auf den Zeitplan hat, dürfte die Fragen der Analysten am 11. Mai dominieren.
Barrick Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick Mining-Analyse vom 23. April liefert die Antwort:
Die neusten Barrick Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Barrick Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
