Barrick Mining will sein nordamerikanisches Goldgeschäft abspalten und als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen. Der ambitionierte Plan soll das Portfolio bereinigen und stille Reserven heben. Ein mächtiger Partner könnte dem Vorhaben allerdings einen Strich durch die Rechnung machen.
Streit um das Kronjuwel
Bis Ende 2026 soll das neue Vehikel stehen. Es bündelt die Nevada-Gemeinschaftsunternehmen, die Pueblo-Viejo-Mine und die Fourmile-Entdeckung. Letztere verdoppelte zuletzt ihre erklärten Goldressourcen. Genau hier entbrennt ein handfester Konflikt. Newmont wirft Barrick vor, Ressourcen des Joint Ventures für das eigene Fourmile-Projekt abgezweigt zu haben.
Newmont hält 38,5 Prozent am Nevada-Joint-Venture und besitzt ein Vorkaufsrecht. Jede Übertragung von Anteilen erfordert faktisch die Zustimmung des Konkurrenten. Der geplante Börsengang hängt damit rechtlich in der Schwebe.
Sinkende Förderung, steigende Erlöse
Operativ liefert der Konzern ein gemischtes Bild. Die konsolidierte Goldproduktion fiel im vierten Quartal um rund 19 Prozent. Der rasant gestiegene Goldpreis glich diesen Volumenschwund mehr als aus. Der Umsatz sprang im Jahresvergleich um fast 45 Prozent auf knapp sechs Milliarden US-Dollar.
Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management mit deutlich höheren All-in-Sustaining-Kosten (AISC). Diese sollen in einer Spanne zwischen 1.760 und 1.950 US-Dollar je Unze liegen. Die angepeilte Goldproduktion beziffert Barrick auf rund drei Millionen Unzen.
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Projektstopp und Bewertungsabschlag
Abseits von Nordamerika drosselt Barrick das Tempo. Die Entwicklung des Reko-Diq-Projekts wird bis Mitte 2027 verlangsamt. Sicherheitsbedenken und eine umfassende Überprüfung des milliardenschweren Kapitalbedarfs zwingen das Management zu dieser Pause.
An der Börse konsolidiert das Papier nach einer massiven Rallye. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von rund 115 Prozent, seit Jahresbeginn gab der Kurs jedoch leicht auf 58,70 Kanadische Dollar nach. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14,5 wird die Aktie deutlich günstiger gehandelt als der Branchendurchschnitt. Ein RSI von 33,2 deutet auf eine kurzfristig überverkaufte Situation hin.
Im Mai stehen harte Fakten an. Am 8. Mai hält Barrick seine Hauptversammlung ab, am 11. Mai folgen die Zahlen für das erste Quartal 2026. Das Management muss dann konkrete Antworten liefern, wie es den eskalierenden Streit mit Newmont lösen und den Zeitplan für den Nordamerika-Börsengang retten will.
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