Glänzende Bilanzen schützen nicht vor Gegenwind. Barrick Mining liefert das stärkste Quartalsergebnis der jüngeren Firmengeschichte ab. An der Börse und auf der Hauptversammlung erntet der Goldgigant dafür allerdings eine überraschend kühle Reaktion.
Zum Jahresauftakt sprang der Nettogewinn auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor standen hier lediglich 474 Millionen in den Büchern. Treiber dieser Entwicklung war ein massiver Preissprung beim Gold. Barrick erzielte durchschnittlich 4.823 Dollar je verkaufter Unze.
Parallel dazu lief auch die Produktion auf Hochtouren. Mit 719.000 Unzen Gold übertraf der Konzern die eigenen Prognosen. Bemerkenswert ist dabei die Kostendisziplin. Trotz branchenweiter Inflation sanken die all-in sustaining costs (AISC) auf 1.708 Dollar pro Unze.
Denkzettel bei der Vorstandsvergütung
Aktionäre honorierten diese Zahlen auf der Hauptversammlung am Donnerstag nur bedingt. Zwar wurden alle neun Aufsichtsratsmitglieder im Amt bestätigt. Bei der Abstimmung über die Vorstandsvergütung formierte sich jedoch spürbarer Widerstand. Knapp ein Viertel der Anteilseigner stimmte gegen das aktuelle Gehaltsprogramm.
Das Votum ist rechtlich nicht bindend. Der Aufsichtsrat behält die volle Entscheidungsgewalt über die Vergütungsstruktur. Marktbeobachter werten das Ergebnis dennoch als klares Signal, das der Vergütungsausschuss in künftigen Runden kaum ignorieren kann.
Aktie unter Druck
An der Börse dominierte zum Wochenausklang ebenfalls Skepsis. Die Aktie rutschte am Freitag um fast sechs Prozent ab und schloss bei 55,82 Kanadischen Dollar. Damit summiert sich der Abschlag zum jüngsten Hoch aus dem Januar auf über 22 Prozent.
Analysten lassen sich von der Kursschwäche indes nicht beirren. Die Schweizer Großbank UBS hob ihr Kursziel auf 54 US-Dollar an und rät weiterhin zum Kauf. Auch Scotiabank bestätigte die positive Einschätzung für die Papiere.
Abspaltung rückt näher
Operativ richtet das Management den Blick nun auf eine geplante Umstrukturierung. Barrick bereitet den Börsengang einer Minderheitsbeteiligung vor, die das nordamerikanische Goldgeschäft bündeln soll. Dazu gehören unter anderem die Anteile an den Nevada Gold Mines. Der Teil-Börsengang ist für Ende des Jahres anvisiert.
Auf der Produktionsseite stehen die Ziele fest. Für das laufende zweite Quartal peilt Barrick eine Goldförderung von bis zu 770.000 Unzen an. Im Kupfergeschäft soll die Erweiterung der Lumwana-Mine in Sambia die Kapazitäten bis Anfang 2028 verdoppeln.
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