Barrick meldet gleich mehrere Fortschritte, die den Konzern operativ entlasten und seine Wachstumsfantasie stärken. Von der Lösung eines politischen Konflikts in Afrika bis hin zu einer potenziell herausragenden Entdeckung in Nevada – die Story dreht sich klar in Richtung Wachstum bei zugleich sinkendem Risiko. Damit rückt eine Frage in den Vordergrund: Wie belastbar ist dieser Aufwärtstrend?
Konflikt in Mali entschärft
Ein zentrales Risiko für Barrick ist vorerst vom Tisch. Der langwierige Streit mit der Regierung in Mali um die Mine Loulo-Gounkoto ist beigelegt. Im Rahmen der Einigung erhält Barrick die volle operative Kontrolle über die Mine zurück.
Damit entfällt ein erheblicher Unsicherheitsfaktor, der den Titel in der Vergangenheit gebremst hatte. Die Produktion aus Loulo-Gounkoto kann nun wieder ohne politischen Klotz am Bein geplant werden. Erwartet wird, dass das Unternehmen spürbare zusätzliche Mengen in seine Goldproduktion und den Verkauf zurückholen kann – bei zugleich reduziertem Länder- und Rechtsrisiko.
Nevada als Wachstumstreiber
Parallel dazu sorgt das Fourmile-Projekt in Nevada für Fantasie auf der Wachstumsseite. Interne Einschätzungen und aktualisierte Bewertungen beschreiben Fourmile als eine der bedeutenden Goldentdeckungen dieses Jahrhunderts – vor allem wegen der Kombination aus hohem Erzgehalt und potenziell großer Lagerstätte.
Das Projekt könnte gegen Ende des Jahrzehnts einen deutlichen Beitrag zur jährlichen Goldförderung leisten. Damit entsteht ein klarer, langfristiger Wachstumstreiber im Kerngeschäft. Im Zusammenspiel mit bestehenden US-Assets stärkt Fourmile Barricks Position als einer der wichtigsten Goldproduzenten in Nordamerika.
Geplante Strukturänderung per IPO
Zusätzlich arbeitet das Management an einer strategischen Neuordnung der Vermögensstruktur. Geprüft wird der Börsengang einer neuen Tochtergesellschaft, in der zentrale nordamerikanische Spitzenaktiva gebündelt würden.
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In dieser Einheit sollen unter anderem Beteiligungen an Nevada Gold Mines, die Mine Pueblo Viejo sowie die vollständig Barrick gehörende Fourmile-Entdeckung verankert sein. Ziel ist es, weiteres Wertpotenzial sichtbar zu machen, ohne die Kontrolle aus der Hand zu geben: Barrick plant, auch nach einem möglichen IPO eine deutliche Mehrheitsbeteiligung zu behalten.
Ein solcher Schritt könnte den Fokus der Kapitalmärkte stärker auf die Premium-Assets lenken und eine eigenständige Bewertung dieser Vermögenswerte ermöglichen.
Fundamentale und technische Stützen
Mehrere Faktoren wirken derzeit stützend auf die Aktie:
- Operative Entwicklung: Der jüngste Quartalsumsatz lag laut Unternehmen rund 23 % über dem Vorjahreswert – ein klares Zeichen für operative Dynamik.
- Analystenstimmung: Zahlreiche Research-Häuser sehen den Titel positiv und sprechen von einem breiten „Buy“-Konsens.
- Technische Lage: Die Aktie hat jüngst ein neues 52‑Wochen-Hoch markiert. Mit einem Schlusskurs von 42,01 € am Freitag notiert sie nur gut 2 % unter dieser Marke und liegt rund 64 % über dem 200‑Tage-Durchschnitt – ein deutliches Signal für einen etablierten Aufwärtstrend.
- Marktumfeld: Anhaltend freundliche Preise für Gold und Kupfer liefern zusätzlichen Rückenwind, da sie direkt in höhere Erlöse und Margen einzahlen.
Der RSI auf 14‑Tage-Basis liegt mit 28,4 zwar im technisch überverkauften Bereich, was auf eine kurzfristige Verschnaufpause nach einem starken Jahresverlauf hindeuten kann, ändert aber nichts am übergeordneten Trendbild.
Fazit: Trend mit Substanz
Unterm Strich treffen bei Barrick mehrere positive Entwicklungen zusammen: Das politische Risiko in Mali wurde entschärft, mit Fourmile steht ein potenter Wachstumstreiber in Nevada bereit, und eine mögliche IPO-Struktur könnte zusätzlichen Wert sichtbar machen. Unterstützt wird das Ganze von soliden Umsatzimpulsen und einem freundlichen Rohstoffumfeld. Damit steht die Aktie aktuell auf einem breiten Fundament aus operativer Entlastung, langfristigen Projekten und einer technisch bestätigten Aufwärtsbewegung.
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