Die britische Großbank Barclays hat heute ihre Zahlen für 2025 vorgelegt – und die fallen besser aus als erwartet. Der Gewinn kletterte um 16 Prozent auf 6,2 Milliarden Pfund (rund 7,1 Milliarden Euro). Damit übertraf das Institut die Prognosen der Analysten leicht. Verantwortlich dafür war vor allem eine stärkere Kostendisziplin als ursprünglich geplant.
Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent. Doch Barclays-Chef C.S. Venkatakrishnan, intern nur „Venkat“ genannt, will nicht stehenbleiben: Bis 2028 soll die Verzinsung des eingesetzten Kapitals auf über 14 Prozent steigen. Der Weg dorthin führt über weitere Kostensenkungen und steigende Erträge, wobei Technologien wie Künstliche Intelligenz helfen sollen.
Aktionäre können sich freuen
Besonders interessant für Investoren: Barclays kündigte eine massive Kapitalrückführung an. Zwischen 2026 und 2028 will die Bank mehr als 15 Milliarden Pfund über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Anteilseigner ausschütten. Eine klare Ansage in Richtung Börse.
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Parallel dazu stieg die Gesamtvergütung für CEO Venkatakrishnan deutlich. Sein Vergütungspaket kletterte von 11,6 Millionen Pfund im Vorjahr auf 15 Millionen Pfund (rund 20,5 Millionen Dollar). Während das Grundgehalt sogar gesenkt wurde, legte die variable Vergütung – also vor allem Boni – kräftig zu: von 8,5 Millionen auf 12,7 Millionen Pfund. Der gesamte Bonuspool für alle Mitarbeiter wuchs um 15 Prozent auf 2,2 Milliarden Pfund.
Politische Unsicherheit belastet
Trotz der soliden Zahlen und der großzügigen Kapitalrückführung verlor die Barclays-Aktie am Nachmittag rund zwei Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf die anhaltende politische Unsicherheit in Großbritannien. Premierminister Keir Starmer steht massiv unter Druck: Anas Sarwar, Chef der schottischen Labour-Partei, forderte gestern seinen Rücktritt. Im Zentrum der Kontroverse steht die Ernennung von Peter Mandelson zum US-Botschafter – dessen enge Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sorgen für heftige Debatten.
Sollte es tatsächlich zu einem Führungswechsel in der Downing Street kommen, rechnen Ökonomen zunächst mit steigenden Anleiherenditen und einem schwächeren Pfund. Langfristig könnte eine lockerere Fiskalpolitik die britische Währung weiter belasten. Diese politische Gemengelage überschattet derzeit die fundamentalen Verbesserungen bei britischen Banken – und drückt auch auf die Barclays-Aktie, obwohl die operativen Aussichten durchaus intakt erscheinen.
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