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Symbolbild, KI-generiert

Barclays Aktie: KI kostet 5.000 Stellen

Der Vorsteuergewinn legte im dritten Quartal zu, blieb jedoch hinter Analystenschätzungen; zugleich kündigte Barclays einen Rückkauf an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rund 5.000 Stellen sollen entfallen
  • KI steigert laut Finanzchefin die Produktivität
  • Vorsteuergewinn steigt um zwölf Prozent
  • Aktienrückkauf über 500 Millionen Pfund angekündigt

Barclays baut Personal ab und beruft sich dabei auf Künstliche Intelligenz. Rund 5.000 Vollzeitstellen sollen wegfallen, etwa fünf Prozent der Belegschaft. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Die Bank legte am Donnerstag zugleich Quartalszahlen mit steigendem Gewinn vor.

Sparprogramm mit KI-Argument

Nach Darstellung der Finanzchefin Anna Cross entfallen etwa 60 Prozent der Maßnahmen auf Unterstützungsfunktionen. Weniger Entwickler seien nötig, weil KI die Mitarbeiter produktiver mache. Besonders relevant sei das im britischen Heimatgeschäft, wo Barclays 2026 mehr strukturelle Kostenschritte umsetzte als geplant.

Bei der Umsetzung gehen die Angaben auseinander. Ein Teil der Stellen ist offenbar schon gestrichen, der Rest soll bis Ende 2026 folgen. Der Effekt: Für 2027 rechnet die Bank mit Brutto-Einsparungen von mehr als 1,1 Milliarden Pfund. Die Kosten für 2027 und 2028 sollen unter das Niveau von 2025 sinken.

Gewinn steigt, Erwartungen werden teils verfehlt

Im dritten Quartal kletterte der Vorsteuergewinn um 12 Prozent auf 2,32 Milliarden Pfund. Auf die Aktionäre entfiel ein um 13 Prozent höherer Überschuss von 1,65 Milliarden Pfund. Die Erträge stiegen um drei Prozent auf rund 7,4 Milliarden Pfund.

Getragen wurde das Wachstum von der Vermögensverwaltung für wohlhabende Kunden und vom britischen Privat- und Unternehmenskundengeschäft. In der Investmentbank und im US-Privatkundengeschäft stagnierten die Erträge dagegen. Hinzu kommt: Barclays stellte weniger Geld für drohende Kreditausfälle zurück, was den Gewinn stützte.

Analysten hatten allerdings mehr erwartet. Bei Erträgen und Vorsteuergewinn blieb die Bank unter den Prognosen im Schnitt, auch die besonders beachtete Investmentbank verfehlte die Ertragserwartungen. Die Aktie reagierte entsprechend verhalten. In London lag sie zur Mittagszeit etwa 0,4 Prozent im Plus, im vorbörslichen US-Handel gab sie dagegen knapp ein Prozent nach.

Rückkauf und Ziele

Konzernchef C. S. Venkatakrishnan zeigte sich zuversichtlich. Alle Konzernziele für 2026 seien erreicht oder auf Kurs, ebenso die Ziele für 2028. Außerdem kündigte die Bank einen Aktienrückkauf über 500 Millionen Pfund an.

Damit steht der Plan: Der Stellenabbau soll bis Ende 2026 weitgehend abgeschlossen sein, 2027 folgen dann die ersten vollen Einsparungen von über 1,1 Milliarden Pfund. Die Marktreaktion zeigt, dass Anleger diese Rechnung bislang weder feiern noch verwerfen.

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