Die Aktien von Adidas und Puma haben am Donnerstag gegen den freundlichen Markttrend nachgegeben. Zur Mittagszeit verbuchten beide Papiere ein Minus von jeweils 0,7 Prozent. Ausschlaggebend für die Zurückhaltung sind skeptischere Einschätzungen von US-Banken, die ihre Kursziele angesichts eines strukturell verlangsamten Branchenwachstums gestutzt haben.
Gedämpfte Margen und schwächere Bewertungen
Hinter der Skepsis steht eine fundamentale Neubewertung des Sektors. Seit zwei Jahren zahlen Investoren für jeden Euro Gewinn der Sportartikelhersteller spürbar weniger als in früheren Phasen. Die jüngsten Geschäftszahlen zum zweiten Quartal bestätigten dieses verhaltene Expansionsmuster.
Die Bank of America strich vor diesem Hintergrund vor allem ihre kurzfristigen Umsatzerwartungen zusammen. Parallel dazu dürfte sich auch die operative Profitabilität langsamer verbessern als ursprünglich gedacht. Entsprechend senkte das Institut sein Kursziel für Adidas von 184 auf 156 Euro.
Bei Puma fiel die Anpassung prozentual ähnlich deutlich aus: Der Zielwert schrumpfte von 26 auf 21 Euro. Die Einstufung beließ die Bank auf „Underperform“, womit sie den Titeln eine schwächere Entwicklung als vergleichbaren Branchenwerten attestiert.
Unterschiedliche Urteile der Analysten
Für Adidas votiert die Bank of America mit „Neutral“. Sie rechnet auf Sicht von zwölf Monaten lediglich mit einer leicht positiven Gesamtrendite nahe der Nulllinie. Gemäßigter blickt die Citigroup auf den Konzern aus Herzogenaurach. Zwar reduzierten deren Experten das Kursziel für Adidas von 204 auf 200 Euro, behielten ihre Kaufempfehlung aber bei.
Klarheit über den tatsächlichen Geschäftsverlauf verspricht die nächste Woche. Adidas lädt zu einem Investorentag ein, während Puma ein informelles Treffen seiner Führungskräfte abhält. Bei beiden Veranstaltungen rücken die kurz- und mittelfristigen Umsatzaussichten unmittelbar in den Mittelpunkt.
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