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Symbolbild, KI-generiert

Ballard Power Aktie: GeoPura-Deal über 397 Millionen Dollar

Ballard Power übernimmt GeoPura und stellt auf ein Dienstleistungsmodell um. Die Aktie verliert trotz positiver Jahresbilanz deutlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Übernahme von GeoPura für 397 Millionen Dollar
  • Umstellung auf Energy-as-a-Service-Modell
  • Aktie fällt 17 Prozent in einer Woche
  • Profitabilität weiterhin für 2028 geplant

Der kanadische Brennstoffzellen-Spezialist Ballard Power erlebt eine turbulente Woche. Am Freitag schloss die Aktie bei 3,17 Euro, das Plus fiel mit 0,19 Prozent marginal aus. Über die zurückliegenden sieben Handelstage summiert sich der Verlust dagegen auf 17,30 Prozent. Auslöser des Ausverkaufs ist eine milliardenschwere Übernahme, die das Unternehmen radikal umbauen soll.

Kaufrausch mit Schattenseiten

Ballard übernimmt GeoPura, einen britischen Anbieter von grünen Wasserstoff-Stromlösungen. Der Unternehmenswert liegt bei umgerechnet rund 397 Millionen Dollar. Die Zahlung teilt sich auf: 82,5 Millionen Dollar in bar plus 50,8 Millionen neue Ballard-Aktien. Hinzu kommt eine erfolgsabhängige Komponente von bis zu 27,5 Millionen Dollar.

GeoPura wurde 2019 gegründet und beliefert unter anderem Microsoft, Netflix und die BBC mit emissionsfreiem Strom. Die Wasserstoff-Generatoren kommen in der Filmproduktion, auf Baustellen und in Rechenzentren zum Einsatz. Andrew Cunningham, GeoPur CEO, soll nach dem Abschluss der Übernahme Präsident von Ballard werden. Der Deal soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.

Vom Hersteller zum Dienstleister

Mit dem Zukauf will Ballard sein Geschäftsmodell grundlegend ändern. Statt reiner Brennstoffzellen-Produktion setzt das Management künftig auf ein integriertes Wasserstoff-Ökosystem. Die Rede ist von einem „Energy-as-a-Service“-Modell. Ballard verspricht sich davon einen schnelleren Weg in die Profitabilität, die weiterhin für 2028 anvisiert wird.

GeoPura soll 2026 rund 38 Millionen Pfund Umsatz erzielen. Zudem hält das Unternehmen 50 Prozent am Wasserstoffprojekt HyMarnham. Ballard rechnet mit Synergien von jährlich 25 Millionen Dollar beim operativen Ergebnis. Doch die Rechnung hat einen Haken: Über 50 Millionen neue Aktien verwässern den Bestand der Altaktionäre. Dazu kommt der hohe Barabfluss.

Technisch unter Druck

Die jüngste Verkaufswelle hat die Ballard-Aktie weit unter ihren 50-Tage-Durchschnitt von 3,82 Euro gedrückt. Der Abstand beträgt gut 17 Prozent. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 33,7 Punkten und damit nahe der überkauften Schwelle von 30. Trader beobachten nun die langfristige Unterstützung bei 2,73 Euro, dem 200-Tage-Durchschnitt.

Trotz der schweren Woche bleibt die Jahresbilanz mit plus 38,48 Prozent im Plus. Im Zwölfmonatsvergleich notiert der Titel sogar 146 Prozent höher.

Ob das neue Dienstleistungsmodell die Lücke zur Profitabilität tatsächlich schließt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen müssen. Die Integration von GeoPura und der Umgang mit der bilanziellen Belastung bleiben die entscheidenden Baustellen.

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