Ballard Power hat turbulente Tage hinter sich. Die teure Übernahme von GeoPura schickte den Kurs massiv in den Keller. Jetzt bringt ein neuer Großauftrag die Käufer zurück.
Am Mittwoch kletterte das Papier um 2,81 Prozent auf 3,51 Euro. Auslöser ist ein Folgeauftrag für stationäre Brennstoffzellen. Ein Kunde bestellte 150 Module für die netzunabhängige Stromversorgung auf Baustellen.
Ballard liefert die 15-Megawatt-Order ab der zweiten Jahreshälfte 2026 aus. Das Geschäft zeigt einen klaren Trend. Der Konzern reduziert seine Abhängigkeit vom Schwerlastverkehr und erschließt neue Märkte.
Teurer Umbau zum Komplettanbieter
Der aktuelle Kursanstieg stabilisiert den Wert dringend. Ende Juni verkündete das Management den Kauf des britischen Unternehmens GeoPura. Der Deal kostet rund 400 Millionen US-Dollar. Ballard finanziert den Zukauf teilweise mit 50,8 Millionen neuen Aktien.
Diese Verwässerung schreckte Investoren ab. Die Folge: Auf Monatssicht verlor die Aktie über 35 Prozent an Wert. Der RSI-Indikator signalisierte zwischenzeitlich einen stark überverkauften Zustand. Inzwischen hat sich der Wert bei 43,8 wieder neutralisiert.
Auf dem Weg zur Profitabilität
Das Management verteidigt den Zukauf. Ballard wandelt sich vom reinen Komponentenhersteller zum integrierten Service-Anbieter. Das neue Modell umfasst künftig Wasserstoffproduktion, Logistik und Stromerzeugung.
Die Integration soll jährliche Synergien von 25 Millionen US-Dollar heben. GeoPura steuert im laufenden Jahr voraussichtlich 38 Millionen Pfund zum Umsatz bei. Das große Ziel bleibt bestehen. Bis 2028 will der Gesamtkonzern profitabel arbeiten.
Trotz des jüngsten Absturzes steht seit Jahresbeginn ein Kursplus von gut 53 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Weg zurück zum 52-Wochen-Hoch bei 5,62 Euro erfordert nun operative Fortschritte. Ballard muss die angekündigten Synergien aus dem GeoPura-Deal zügig in der Bilanz sichtbar machen.
