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Ballard Power Aktie: 12. November bringt Q3-Zahlen

Mehrere Institute senken Kursziele für Ballard Power nach schwachen Q2-Zahlen. Die milliardenschwere GeoPura-Übernahme spaltet derweil die Analystengemeinde.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrere Kursziele nach unten korrigiert
  • Q2-Umsatz verfehlt Erwartungen deutlich
  • Bruttomarge steigt trotz Umsatzrückgang
  • GeoPura-Übernahme soll Neuausrichtung bringen

Ballard Power gerät ins Kreuzfeuer der Analysten. Nach dem enttäuschenden zweiten Quartal senkten mehrere Häuser diese Woche ihre Kursziele, während gleichzeitig Zweifel an der milliardenschweren Neuausrichtung des Unternehmens wachsen.

Am Dienstag stufte Susquehanna sein Kursziel für Ballard Power von 3,00 auf 3,00 US-Dollar herunter, ausgehend von 3,50 US-Dollar, und beließ das Rating bei Neutral. Die Analysten begründeten den Schritt mit der verfehlten Gewinnprognose und dem angepassten Ausblick des Unternehmens.

Am selben Tag reduzierte auch National Bank of Canada ihr Kursziel, von 4,75 auf 4,50 US-Dollar, bei unverändertem Sector-Perform-Rating. BMO Capital Markets bekräftigte seine pessimistische Haltung mit einem Underperform-Rating und einem Kursziel von 2,10 US-Dollar und verwies dabei auf anhaltenden Cash-Verbrauch sowie technischen Verkaufsdruck.

Die Skepsis der Analysten folgt auf enttäuschende Zahlen zum zweiten Quartal, die Ballard Power Ende Juli vorgelegt hatte. Der Umsatz von 20,6 Millionen US-Dollar verfehlte die Konsensschätzung von 25,24 Millionen US-Dollar deutlich. Auch der bereinigte Verlust je Aktie von 0,07 US-Dollar fiel schlechter aus als die erwarteten 0,04 US-Dollar. Wall Street Zen reagierte bereits am 8. August mit einer Abstufung von „Hold“ auf „Sell“.

Bruttomarge verbessert sich trotz Umsatzschwäche

Nicht alle Signale aus dem Quartalsbericht fielen negativ aus. Die Bruttomarge kletterte auf 20 Prozent, nach minus 8 Prozent im Vorjahresquartal. Kostensenkungen bei Produkten und eine um 34 Prozent gesunkene Betriebskostenbasis nach einer globalen Restrukturierung trugen dazu bei.

Das Unternehmen bekräftigte zudem seine Jahresprognose: Die Betriebskosten sollen zwischen 65 und 75 Millionen US-Dollar liegen, die Investitionsausgaben zwischen 5 und 10 Millionen US-Dollar. Der Umsatz soll zu 60 Prozent auf das zweite Halbjahr entfallen.

Für einige Häuser reicht das als Argument. HSBC hob Ballard Power am 3. August von „Hold“ auf „Buy“ hoch, senkte gleichzeitig aber das Kursziel von 4,00 auf 3,60 US-Dollar. Die Analysten sahen in der geplanten Übernahme von GeoPura einen transformativen Schritt hin zu einem Anbieter mit wiederkehrenden Serviceerlösen.

GeoPura-Deal als strategischer Wendepunkt

Kern dieser Neuausrichtung ist die für 275 Millionen britische Pfund vereinbarte Übernahme des britischen Unternehmens GeoPura. Die Transaktion umfasst eine Vorabzahlung aus 82,5 Millionen Pfund in bar sowie rund 50,8 Millionen Ballard-Aktien, ergänzt um eine erfolgsabhängige Zusatzzahlung von bis zu 27,5 Millionen Pfund.

Ballard Power will damit den Umstieg auf ein Energy-as-a-Service-Geschäftsmodell vollziehen. Der Abschluss der Übernahme ist für September vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen geplant.

Institutionelle Anleger scheinen der Strategie zumindest teilweise zu vertrauen: Regulatorische Meldungen zeigten am 10. August, dass JPMorgan Chase seine Position im zweiten Quartal um 604,4 Prozent auf 476.247 Aktien aufgestockt hat. Direktor R. MacEwen übte zudem Mitte Juli Optionen auf 148.000 Aktien zu einem Ausübungspreis von rund 2,59 kanadischen Dollar aus.

Kurs unter Druck, Blick auf das dritte Quartal

Die Aktie notiert aktuell bei 2,26 Euro und büßte im heutigen Handel 1,4 Prozent ein. Über die vergangenen 30 Tage verlor das Papier 13 Prozent und liegt damit rund 60 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 5,62 Euro. Der 50-Tage-Durchschnitt von 2,95 Euro liegt deutlich über dem aktuellen Niveau, was die jüngste Schwächephase unterstreicht.

Anleger richten den Blick nun auf den 12. November, wenn Ballard Power die Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegt und zeigen muss, ob die GeoPura-Integration die operative Wende tatsächlich einleitet.

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Diskussion zu Ballard Power

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.