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Ballard Power Aktie: 12% Minus nach Q1-Gewinnwarnung

Ballard Power steigert den Umsatz, verzeichnet aber einen zweistelligen Kursverlust. Das Busgeschäft schwächelt, während Bahn und stationäre Anlagen wachsen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzplus von 26 Prozent erzielt
  • Bussegment mit deutlichem Umsatzrückgang
  • Bahn- und Anlagengeschäft als neue Treiber
  • Aktie fällt nach starker Rallye zurück

Umsatz im Plus, Verlust fast halbiert— eigentlich liefert Ballard Power auf den ersten Blick solide Quartalszahlen. An der Börse reagieren Investoren am Freitag dennoch mit einem zweistelligen Kursrutsch. Ein Blick in die Bilanzen offenbart eine drastische Verschiebung im Kerngeschäft.

Das traditionelle Zugpferd des Wasserstoff-Spezialisten schwächelt massiv. Im Segment für schwere Busse brach der Umsatz um 46 Prozent auf 6,8 Millionen US-Dollar ein.

Parallel dazu entwickeln sich andere Bereiche zu neuen Wachstumstreibern. Das Bahngeschäft spülte 5,1 Millionen US-Dollar in die Kasse, nach kaum messbaren Erlösen im Vorjahreszeitraum. Auch bei stationären Anlagen schossen die Einnahmen auf über fünf Millionen US-Dollar nach oben.

Put-Optionen und Gewinnmitnahmen

Auf Konzernebene stieg der Gesamtumsatz um 26 Prozent auf 19,4 Millionen US-Dollar. Damit verfehlte Ballard Power die Markterwartungen hauchdünn. Der Nettoverlust schrumpfte indes deutlich auf 11,4 Millionen US-Dollar.

Der Verlust je Aktie fiel mit vier Cent geringer aus als von Analysten im Vorfeld befürchtet.

Die Aktie geriet am Freitag massiv unter Druck und fiel auf 3,54 Euro. Dieser Rücksetzer folgt auf eine rasante Rallye, die den Kurs auf Jahressicht um über 200 Prozent nach oben trieb. Am Optionsmarkt sicherten sich Anleger massiv ab. Das Handelsvolumen bei Put-Optionen schoss um fast 1.600 Prozent über den Tagesdurchschnitt hinaus.

Volle Kassen, neue Aufträge

Finanziell steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Die Barreserven belaufen sich auf rund 527 Millionen US-Dollar, denen kaum nennenswerte Schulden gegenüberstehen. Der Auftragsbestand liegt bei knapp 113 Millionen US-Dollar.

Um das schwächelnde Busgeschäft zu stabilisieren, meldet das Management neue Deals. Der Hersteller New Flyer orderte Motoren mit einer Kapazität von 50 Megawatt. Außerdem wählten Wrightbus und Solaris die neue Brennstoffzelle FCmove-SC für ihre Fahrzeuge aus. Wrightbus plant den Produktionsstart für das Jahr 2027.

Für das restliche Geschäftsjahr 2026 verordnet der Vorstand strikte Kostendisziplin. Die operativen Ausgaben sind auf maximal 75 Millionen US-Dollar gedeckelt. Die Investitionen in Sachanlagen bleiben auf einem niedrigen einstelligen Millionen-Niveau.

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