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Symbolbild, KI-generiert

Baidu: ARK Invest verkauft 482.352 Aktien

Cathie Woods Fonds stößt Baidu-Aktien ab, Kurs fällt um über sieben Prozent. KI-Sparte wächst dennoch und übertrifft Werbegeschäft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • ARK Invest verkauft 482.352 Baidu-Aktien
  • Kurs rutscht um 7,07 Prozent ab
  • KI-Umsatz übertrifft Werbeerlöse
  • Belegschaft auf 35.900 Mitarbeiter reduziert

Ein prominenter Großaktionär zieht sich zurück – und Baidu verliert an einem Tag über sieben Prozent. Cathie Woods ARK Invest hat am Donnerstag 482.352 Aktien des chinesischen Tech-Konzerns abgestoßen. Teil einer breit angelegten Portfolioumschichtung.

Der Verkauf reiht sich ein in eine Serie von Kürzungen. ARK Invest rotiert Kapital in andere KI-Werte – unter anderem Alibaba und Broadcom. Für Baidu-Aktionäre ist das ein kurzfristiges Signal. Der Kurs schloss am Freitag bei 107,80 Euro. Das Tagesminus von 7,07 Prozent fiel deutlich aus.

Die Aktie notiert damit wieder auf Höhe ihres 200-Tage-Durchschnitts von 110,20 Euro. Rund 24 Prozent unter dem Januar-Hoch von 141,40 Euro liegt sie. Auf Jahressicht steht ein Minus von 15,91 Prozent in den Büchern.

KI-Wachstum als Gegengewicht

Während institutionelle Anleger ihre Positionen justieren, treibt Baidu die eigene KI-Strategie voran. Die Applikationsplattform „Miao Da“ hat einem Bericht zufolge die Marke von 20 Millionen Nutzern geknackt. Über eine Hongkonger Version namens „MeDo“ will das Unternehmen nun Bildungseinrichtungen in der Greater Bay Area erschließen – und damit den internationalen Fußabdruck vergrößern.

Intern läuft parallel eine grundlegende Restrukturierung. Die Divisionen „Wenku“ und „Netdisk“ wurden in eine einheitliche Cloud-Organisation überführt. Parallel dazu schrumpfte die Belegschaft von 41.300 auf rund 35.900 Mitarbeiter.

Die operative Wende zeigt sich auch in den Zahlen: Im ersten Quartal 2026 erzielte Baidu einen Umsatz von 26 Milliarden Yuan – ein Plus von zwei Prozent zum Vorjahr. Entscheidend ist die Verschiebung: KI-Dienste steuerten erstmals 13,6 Milliarden Yuan bei und übertrafen damit das klassische Werbegeschäft. 52 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen inzwischen auf künstliche Intelligenz.

Der Nettogewinn lag bei 3,4 Milliarden Yuan. Das Spannungsfeld bleibt: Der kurzfristige Verkaufsdruck durch Großaktionäre wie ARK steht gegen die langfristige Wette auf KI und autonomes Fahren. Die Internationalisierung von MeDo und die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob Baidu den Abflug institutioneller Gelder durch operative Stärke kompensieren kann.

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