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Azul Aktie: Rettungspaket steht

Die brasilianische Fluggesellschaft Azul sichert sich frisches Kapital und plant den Ausstieg aus Chapter 11. Bestehende Aktionäre müssen jedoch eine massive Verwässerung ihrer Anteile hinnehmen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Finanzierung über 1,375 Milliarden US-Dollar gesichert
  • Kapitalerhöhung von rund 953 Millionen US-Dollar geplant
  • Altaktionäre verlieren etwa 80 Prozent ihrer Anteile
  • Flottenverkleinerung um 35 Prozent und Streichung von Routen

Azul steht kurz vor dem Ende seines Gläubigerschutzverfahrens nach Chapter 11. Mit dem Abschluss einer wichtigen Finanzierungsrunde über 1,375 Milliarden US-Dollar hat die brasilianische Fluggesellschaft einen entscheidenden Meilenstein erreicht, um die Insolvenz hinter sich zu lassen. Doch der Preis für die Sanierung ist hoch, besonders für die bisherigen Aktionäre.

  • Frisches Kapital: 1,375 Mrd. USD durch besicherte Anleihen gesichert.
  • Kapitalerhöhung: Zusätzliche Aktienemission über ca. 953 Mio. USD geplant.
  • Verwässerung: Altaktionäre verlieren durch Gläubiger-Umwandlung rund 80 % ihrer Anteile.
  • Meilenstein: Formeller Ausstieg aus Chapter 11 für Ende Februar geplant.

Duale Finanzierungsstrategie für den Neustart

Vorgestern schloss die Tochtergesellschaft Azul Secured Finance LLP die Platzierung vorrangig besicherter Anleihen ab. Diese sind mit einem Zinssatz von 9,875 % verzinst und laufen bis 2031. Als Sicherheit für die Geldgeber dienen zentrale Vermögenswerte wie die Marke, geistiges Eigentum sowie Forderungen aus dem Fracht- und Reisegeschäft.

Parallel zur Schuldenaufnahme hat der Verwaltungsrat eine öffentliche Aktienemission in Brasilien genehmigt. Ziel ist es, bis zu 5,01 Milliarden Real (rund 953 Millionen US-Dollar) einzunehmen. Mit diesen Mitteln sollen Verpflichtungen aus der bisherigen Zwischenfinanzierung beglichen und die Liquidität für den laufenden Betrieb sichergestellt werden.

Radikaler Flottenumbau und Kurskorrektur

Der geplante Ausstieg aus dem Insolvenzverfahren geht mit drastischen operativen Einschnitten einher. Um die langfristige Profitabilität zu sichern, reduziert das Unternehmen seine Flottenkapazität um 35 % und streicht mehr als 50 Flugrouten. Diese Maßnahmen sollen die Kapazitäten besser an die Nachfrage anpassen und die Gesamtschuldenlast um etwa 3 Milliarden US-Dollar senken.

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Obwohl die Restrukturierung den Weg in die Solvenz ebnet, bleibt die Belastung für bestehende Anteilseigner massiv. Durch die Umwandlung von Gläubigerforderungen in Eigenkapital wird deren Beteiligung um schätzungsweise 80 % verwässert. Kann die Fluggesellschaft unter diesen neuen Vorzeichen den Turnaround nachhaltig bewältigen?

Entscheidende Termine im Februar

Die kommenden Wochen bleiben für Investoren ereignisreich. Am nächsten Donnerstag, dem 12. Februar, stimmen die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über einen Reverse Stock Split im Verhältnis 75:1 ab. Diese Zusammenlegung der Aktien soll die Basis konsolidieren, bevor die neuen Anteile ausgegeben werden.

Nach dem erwarteten formellen Abschluss des Restrukturierungsprozesses Ende des Monats folgt direkt der nächste wichtige Datenpunkt: Am 26. Februar veröffentlicht das Unternehmen seine Finanzergebnisse für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2025.

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