Letzte Woche geriet die Azelis-Aktie spürbar unter Druck und erreichte am Freitag ein 52-Wochen-Tief von €8,49. Auslöser war ein signifikanter Analysten-Downgrade von Kepler Cheuvreux, der die Gewinnschätzungen nach unten nahm und das Kursziel deutlich reduzierte. Kann das anstehende Jahresergebnis diese Skepsis entkräften?
Wesentliche Fakten auf einen Blick:
– Kepler Cheuvreux stufte die Aktie von „Hold“ auf „Reduce“ herab und senkte das Kursziel von €14,00 auf €7,50.
– Am Donnerstag fiel die Aktie kurzfristig um 4,1% (Stand 10:06 GMT); am Freitag ging es von €8,95 auf €8,49 (−≈5,2%).
– Kepler kürzte EBITA‑Prognosen für 2025/2026/2027 um 5%/16%/16% und sieht die 2026er-EBITA 10% unter dem Visible Alpha-Konsens.
– Q4‑2025‑EBITA prognostiziert Kepler bei €77,4 Mio. (−24% gegenüber Vorjahr; Konsens: €89 Mio.).
– Simply Wall St senkte sein Kursziel um 8,8% auf €14,33.
Grund für den Kursrutsch
Kepler begründet die Herabstufung mit einer schwächeren Quartalsdynamik und einer eingeschränkten Sicht auf das restliche Jahr 2026. Der Analyst Matthias Maenhaut hebt vor allem breite Schwächen in den Regionen hervor: Umsatz- und Rohertragsrückgänge würden sich nicht ausreichend durch Kosteneinsparungen kompensieren. Zudem warnt Kepler, dass sich bei weiterem Gewinnrückgang die Verschuldungskennzahlen verschlechtern könnten; ein weiteres Minus von 10% bei den Ergebnissen würde das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITA näher an die vertragliche Grenze von 4,5x bringen.
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Die Kombination aus deutlicher Zielpreiskürzung und reduzierten Gewinnerwartungen trieb die Verkaufsstimmung und führte zum neuen Jahrestief.
Ausblick
Azelis legt die Jahreszahlen für 2025 am 19. Februar vor. Diese Bekanntgabe wird zeigen, ob die tatsächlichen Q4‑Ergebnisse die pessimistischen Projektionen bestätigen. Technisch signalisieren kurzfristige und längerfristige gleitende Durchschnitte derzeit Verkaufssignale, was die negative Perspektive stützt. Sollte das Q4‑EBITA in der Nähe von Keplers €77,4 Mio. liegen oder darunter, bleibt der Druck auf Bewertung und Verschuldung hoch; liegen die Zahlen hingegen deutlich über dem Konsens, könnte sich die Situation entspannen. Am 19. Februar entscheidet sich, ob die zuletzt eingepreisten Sorgen gerechtfertigt sind.
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