Goldman Sachs hebt das Kursziel für die Axa Aktie spürbar an und setzt damit ein Kontrapunkt zu der zuletzt schwächeren Kursentwicklung. Zusammen mit weiteren positiven Analystenstimmen und Fortschritten im Strategieprogramm entsteht ein deutlich freundlicheres Bild für den französischen Versicherer. Wie stichhaltig ist dieser Optimismus vor den anstehenden Quartalszahlen?
Deutliches Aufwärtspotenzial laut Analysten
Im Zentrum der aktuellen Bewegung steht die frische Analyse von Goldman Sachs vom 21. Januar 2026. Analyst Andrew Baker erhöht das Kursziel von 44,50 auf 47,00 Euro und bestätigt das Rating „Buy“. Die Experten betonen dabei, dass das Umfeld für europäische Versicherer insgesamt anspruchsvoller geworden ist – Axa wird innerhalb der Branche aber positiv herausgestellt.
Treiber dieser Einstufung ist vor allem die operative Stärke im Schaden- und Unfallgeschäft. Axa konnte dort Preiserhöhungen durchsetzen und so steigende Kosten kompensieren. Das signalisiert dem Markt, dass der Konzern in der Lage ist, inflationsbedingte Belastungen weiterzugeben und seine Margen zu stabilisieren.
Auch andere Institute sind konstruktiv:
- Goldman Sachs: Kursziel 47,00 Euro, Rating „Buy“
- JPMorgan: Kursziel 45,00 Euro, Rating „Overweight“
- Berenberg: Kursziel 47,80 Euro, Rating „Buy“
Damit liegt die Spanne der Kursziele klar über dem aktuellen Niveau von rund 38,45 Euro. Aus Sicht der Analysten besteht also weiterhin ein nennenswertes Aufwärtspotenzial.
Strategie „Unlock the Future“ und neue Produkte
Ein wesentlicher Grund für den positiven Grundton ist das laufende Strategieprogramm „Unlock the Future“. Die Maßnahmen zeigen nach Einschätzung der Analysten zunehmend Wirkung und stützen die Ergebnisentwicklung, obwohl die gesamte Branche unter einer nachlassenden Kursdynamik leidet.
Konkrete Beispiele für diese Fortschritte:
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Axa?
- Einführung einer fondsgebundenen betrieblichen Altersvorsorge (bAV) mit wählbaren Garantien seit 15. Januar 2026
- Fokus auf den Ausbau von Marktanteilen im Vorsorgegeschäft
- Einsatz von Satellitendaten des Anbieters ICEYE durch Axa DCP zur präziseren Einschätzung von Extremwetterereignissen
Gerade der technologische Ansatz beim Umgang mit Klimarisiken ist für Versicherer ein zentraler Punkt. Eine bessere Datenbasis kann helfen, Schäden realistischer zu kalkulieren und Risiken im Portfolio gezielter zu steuern.
Bewertung, Kursniveau und Nachholpotenzial
Trotz der jüngsten Erholung bleibt der Kurs deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch von 48,08 Euro. Mit rund 38,45 Euro notiert die Aktie gut 20 Prozent darunter und auch knapp 6 Prozent unter dem 200‑Tage-Durchschnitt. Die Tendenz der vergangenen Wochen war schwächer, auf Jahressicht liegt der Titel aber noch im Plus.
Bewertungsseitig wirkt das Bild laut den vorliegenden Fundamentaldaten vom 20. Januar 2026 attraktiv:
– Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): 9,78
– Dividendenrendite: 6,26 %
Die Berenberg Bank sprach zuletzt von einer „überzogenen Kaufgelegenheit“ nach dem Kursrückgang der vergangenen Wochen. Zugleich stufen die Analysten ein häufig diskutiertes Risiko – das Engagement im französischen Anleihemarkt – als begrenzt und beherrschbar ein. Die Underperformance von mehr als 8 Prozent gegenüber dem STOXX 600 auf Vier-Wochen-Sicht wird daher zunehmend als mögliches Nachholpotenzial interpretiert.
Blick auf die Quartalszahlen
Kurzfristig rückt nun der 26. Februar 2026 in den Mittelpunkt: Dann legt Axa die nächsten Quartalszahlen vor. JPMorgan hatte seine Einstufung „Overweight“ bereits am 19. Januar bestätigt und positioniert sich damit bewusst vor diesem Termin. Im Fokus steht die Frage, inwieweit die angekündigten Preiserhöhungen im Schaden- und Unfallgeschäft bereits im vierten Quartal messbar sind.
Fazit: Die Kombination aus günstiger Bewertung, hoher Dividendenrendite, klar positiver Analystenlage und Fortschritten im Strategieprogramm spricht derzeit für eine konstruktive Einschätzung. Entscheidend wird sein, ob die Zahlen Ende Februar die Erwartungen zu Preisdurchsetzung und Ergebnisentwicklung bestätigen und damit den Weg in Richtung der genannten Kursziele weiter ebnen.
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