Die Quartalszahlen des US-Autoteilehändlers haben am Dienstag für Ernüchterung gesorgt. Der Konzern aus Memphis meldete für das zweite Geschäftsquartal 2026 (bis 14. Februar) einen Gewinnrückgang um 3,9 Prozent auf 468,9 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie sank von 28,29 Dollar auf 27,63 Dollar – trotz positiver Analystenstimmen im Vorfeld lag die Aktie vorbörslich mit über 4 Prozent im Minus.
Das Problem liegt auf der Hand: Während die Umsätze um solide 8,1 Prozent auf 4,27 Milliarden Dollar zulegen konnten, belastete eine massive Einmalbelastung das Ergebnis. Eine nicht zahlungswirksame LIFO-Charge in Höhe von 59 Millionen Dollar drückte die Bruttogewinnmarge um 138 Basispunkte. Ohne diesen Sondereffekt hätte der Gewinn je Aktie um 7,1 Prozent zugelegt.
Winterstürme treffen Werkstattgeschäft
Besonders das wichtige Geschäft mit gewerblichen Kunden enttäuschte in den letzten beiden Februarwochen. Die Sparte, die mittlerweile 32 Prozent der US-Umsätze ausmacht, wuchs im Gesamtquartal um 9,8 Prozent – deutlich unter den Erwartungen. CEO Phil Daniele machte dafür extreme Winterstürme verantwortlich, die von Texas bis Washington große Teile des Landes lahmlegten. In den Wochen 10 und 11 des Quartals lag das Wachstum bei mageren 1 Prozent, während die übrigen zehn Wochen über 12 Prozent brachten.
Die vorbörsliche Kursreaktion zeigt: Anleger honorieren keine Ausreden. Dass Werkstätten teils zwei Wochen lang geschlossen blieben, mag stimmen – doch das ändert nichts an den schwachen Zahlen. Die durchschnittlichen Wochenumsätze je Programm stiegen nur um 4,8 Prozent auf 15.400 Dollar.
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Expansion läuft auf Hochtouren
AutoZone hält trotz der Schwäche am Investitionskurs fest. Im zweiten Quartal eröffnete der Konzern 64 neue Filialen – 43 in den USA, 18 in Mexiko und drei in Brasilien. Das Gesamtnetz umfasst nun 7.774 Standorte. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management 350 bis 360 Neueröffnungen an, ein deutlicher Sprung gegenüber 304 im Vorjahr.
Die Strategie konzentriert sich auf sogenannte Mega-Hubs mit über 100.000 Artikeln. Fünf weitere dieser Großstandorte kamen im Quartal hinzu, insgesamt sind es jetzt 142. Mittelfristig sollen es 300 werden. Die neuen Läden übertreffen laut Daniele die Planungen – ob das die 1,6 Milliarden Dollar Investitionsvolumen rechtfertigt, muss sich zeigen.
Für das dritte Quartal rechnet AutoZone mit einem Gewinn je Aktie von 36,63 Dollar. Allerdings warnt CFO Jamere Jackson bereits vor einer weiteren LIFO-Belastung von rund 60 Millionen Dollar. Die Tarifpolitik der US-Regierung treibt die Beschaffungskosten weiter nach oben. Anleger sollten sich warm anziehen – die Margenpressur dürfte anhalten.
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