Der US-Arbeitsmarkt zeigt sich zum Ende des Februars überraschend widerstandsfähig und gewinnt sogar an Dynamik. Anstatt der von Ökonomen erhofften Abkühlung für eine sanfte Landung der Wirtschaft deuten die neuesten Daten auf einen beschleunigten Stellenaufbau hin. Diese Entwicklung könnte die Strategie der US-Notenbank Federal Reserve für das restliche Jahr maßgeblich beeinflussen.
Stellenzuwachs gewinnt an Fahrt
Die aktuellen Daten des ADP National Employment Report zeigen eine deutliche Beschleunigung des Jobwachstums im privaten Sektor. Während im Januar wöchentlich noch durchschnittlich 4.250 neue Stellen geschaffen wurden, kletterte dieser Wert bis zur dritten Februarwoche auf rund 12.750. Über den gesamten Vier-Wochen-Zeitraum bis zum 25. Februar wurden damit im Schnitt wöchentlich über 12.000 neue Arbeitsplätze besetzt.
Besonders kritisch für die Inflationsentwicklung bleibt das Lohnwachstum. Für Beschäftigte, die in ihrem aktuellen Job verbleiben, stiegen die Gehälter zuletzt um 4,5 Prozent. Da die US-Notenbank diese Kennzahl als Indikator für anhaltenden Inflationsdruck wertet, erschweren die stabilen Löhne den Spielraum für baldige geldpolitische Lockerungen.
Divergenz zwischen den Branchen
Trotz der positiven Gesamtzahlen zeigt sich ein gespaltenes Bild in der US-Wirtschaft. Als primärer Wachstumstreiber fungiert weiterhin der Gesundheitssektor, der ein massives Plus an Bewerbern verzeichnet. Auch die Bauindustrie profitierte deutlich von neuen Infrastrukturprojekten und steuerte 9.000 zusätzliche Stellen bei.
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Im Gegensatz dazu steht das verarbeitende Gewerbe unter Druck und verlor im Berichtszeitraum rund 8.000 Arbeitsplätze. Diese Schwäche im industriellen Bereich wird durch Meldungen aus dem Technologiesektor ergänzt, wo Schwergewichte wie Amazon zuletzt Stellenstreichungen ankündigten.
Konsequenzen für die US-Notenbank
Könnte diese unerwartete Stabilität die erhoffte Zinswende nun endgültig verzögern? Die Marktstimmung hat sich nach den Datenveröffentlichungen spürbar gewandelt. Experten rechnen für die kommende Sitzung des Offenmarktausschusses im März zunehmend mit einem sogenannten „Hawkish Hold“ – also einem Beibehalten der hohen Zinsen bei gleichzeitig restriktiver Rhetorik.
Die Marktreaktion spiegelt die Unsicherheit wider: Bei einem aktuellen Kurs von 183,04 € und einem Jahresverlust von über 15 Prozent befindet sich das Marktumfeld in einer technisch extrem überverkauften Zone. Dies wird durch den RSI-Wert von 15,1 unterstrichen, während die Anleger die Äußerungen von Fed-Gouverneur Christopher Waller verdauen, der die Risiken für den Arbeitsmarkt bereits als schwindend eingestuft hat. Die US-Notenbank dürfte ihren vorsichtigen Kurs bei der Inflationsbekämpfung vorerst beibehalten.
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