Rückläufige Kupferproduktion bei BHP und Anglo American hat Aurubis an der Börse belastet: Ein Medienbericht führte den deutlichen Kursrückgang am 20. Oktober auf entsprechende Produktionsmeldungen beider Bergbaukonzerne zurück. Diese Erklärung stammt aus der Marktberichterstattung; Aurubis bestätigte sie nicht als Ursache. Am Freitag legte die Aktie um 0,5% zu.
Rekordprämie für europäische Kunden erwartet
Auf der Absatzseite steht eine mögliche Rekordprämie im Mittelpunkt. Reuters berichtete am 14. Oktober unter Berufung auf drei Marktquellen, Aurubis werde europäischen Kunden für 2027 eine Prämie von 347 US-Dollar je Tonne raffiniertem Kupfer berechnen. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zur Prämie ab.
Damit bleibt die angekündigte Preisforderung eine von Marktteilnehmern berichtete Erwartung und keine bestätigte Unternehmensangabe.
Auch im Branchenverband gibt es eine personelle Veränderung mit Aurubis-Bezug: Nach Angaben des Unternehmens wurde COO Tim Kurth am 20. Oktober in den Vorstand des International Wrought Copper Council gewählt.
Richmond und Hamburg im Blick
Deutsche Bank Research senkte am Mittwoch das Kursziel von 177 auf 169 Euro und bestätigte die Einstufung „Hold“. Analyst Bastian Synagowitz verwies auf den anspruchsvollen Hochlauf des Werks in Richmond und reduzierte seine Prognosen für den Vorsteuergewinn in den Jahren 2026 und 2027. Zugleich erwartete er einen starken freien Cashflow.
In Hamburg plant Aurubis eine hochautomatisierte Anlage zur Vorbehandlung metallhaltiger Zwischenprodukte. Das Unternehmen kündigte dafür eine Investition am Hamburger Multimetall-Hub an; die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen.
Der nächste belegte Berichtstermin ist der 2. Dezember 2026. An diesem Tag will Aurubis laut seinem Finanzkalender den Geschäftsbericht für 2025/26 veröffentlichen.
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