Prognose angehoben, Dividende erhöht, zwei Großprojekte kurz vor dem Ziel — und trotzdem gibt die Aktie nach. Bei Aurubis klafft derzeit eine ungewöhnliche Lücke zwischen operativer Entwicklung und Börsenkurs.
Starke Zahlen, klare Richtung
Das Hamburger Unternehmen hat die Gewinnprognose für 2025/26 kräftig nach oben geschraubt. Das operative Ergebnis vor Steuern soll nun zwischen 375 und 475 Millionen Euro liegen — bisher waren es 300 bis 400 Millionen Euro. Als Treiber nennt das Management robuste Kupfernachfrage und günstige Metallpreise. Auf der Hauptversammlung stimmten die Aktionäre zudem einer Dividendenerhöhung auf 1,60 Euro je Aktie zu, rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr.
Parallel rücken zwei strategische Investitionen in die Zielgerade. Das Complex Recycling Hamburg soll im ersten Halbjahr 2026 den Betrieb aufnehmen und die Recyclingkapazität um 30.000 Tonnen jährlich steigern. In Bulgarien erhöht eine 120-Millionen-Euro-Investition — teilfinanziert über ein EIB-Darlehen von 200 Millionen Euro — die Raffinadekupferkapazität auf 340.000 Tonnen, ein Plus von rund 50 Prozent.
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Kurs weit hinter den Fundamentals
An der Börse kommt das alles bislang nicht an. Die Aktie notiert mit rund 149 Euro deutlich unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 162 Euro und hat seit dem 52-Wochen-Hoch bei 172,90 Euro rund 14 Prozent eingebüßt.
Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor bleibt der Kupferpreis. JP Morgan erwartet für das zweite Quartal 2026 Preise von 12.500 US-Dollar je Tonne, Goldman Sachs prognostiziert für das Gesamtjahr einen Durchschnitt von rund 10.710 US-Dollar. Diese erhebliche Spanne erklärt zumindest einen Teil der Zurückhaltung am Markt.
Sobald die neuen Kapazitäten anlaufen und die Prognoseanhebung im Zahlenwerk sichtbar wird, dürfte der Abstand zwischen operativer Stärke und Börsenbewertung schwerer zu ignorieren sein — zumal die Aktie seit ihrem Tief im April 2025 bereits mehr als 100 Prozent zugelegt hat und damit eine solide Ausgangsbasis mitbringt.
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