Operatives Ergebnis im Zielkorridor
Der Hamburger Kupferkonzern Aurubis hat am heutigen Mittwoch seinen Bericht über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 vorgelegt. Dabei bekräftigte das Unternehmen seinen im Mai angehobenen Prognosekorridor für das operative Ergebnis vor Steuern (EBT). Die Konzernführung rechnet für das Gesamtjahr weiterhin mit einem operativen EBT zwischen 425 Millionen und 525 Millionen Euro.
Ursprünglich hatte der Vorstand für den laufenden Berichtszeitraum ein Ergebnis zwischen 375 Millionen und 475 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Aufgrund eines verbesserten Marktausblicks und stabiler Metallpreise wurde diese Erwartung jedoch bereits vor drei Monaten nach oben korrigiert. Anlässlich der aktuellen Zahlenpräsentation hielt Aurubis am heutigen Vormittag eine Telefonkonferenz für Analysten und Investoren ab, um die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns zu erläutern.
Strategische Meilensteine und Infrastruktur
Neben der finanziellen Entwicklung prägten operative Fortschritte am Stammsitz das vergangene Quartal. Im Juni weihte der Konzern eine neue Anlage zur Steigerung der europäischen Rohstoffsicherheit in Hamburg ein. Das Projekt „RDE 2“ soll die Kapazitäten erweitern und die Position des Unternehmens im Bereich der Rohstoffversorgung stärken. Parallel zum technischen Ausbau schloss Aurubis am 13. Juli den Umzug seiner Konzernzentrale ab. Die Verwaltung ist nun im neuen Hauptquartier am Brooktorkai in der Hamburger HafenCity ansässig.
Zusätzlich zur physischen Infrastruktur trieb das Unternehmen seine Transparenzoffensive im Bereich Nachhaltigkeit voran. Bereits Anfang März veröffentlichte Aurubis das erste ESG Factbook für das vorangegangene Geschäftsjahr, um die Berichterstattung an die neuen europäischen ESRS-Standards anzupassen. Auf der ordentlichen Hauptversammlung im Februar hatten die Aktionäre zudem den Vorstand und Aufsichtsrat entlastet und einer Dividende von 1,60 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2024/25 zugestimmt.
Analysten bewerten Kurspotenzial unterschiedlich
Die Einschätzungen der Bankenhäuser zeigten zuletzt eine deutliche Spreizung hinsichtlich der Kursziele. Warburg Research bestätigte am 14. Juli die Einstufung für Aurubis und nannte ein Kursziel von 212,00 Euro. Damit zeigen sich die Experten optimistischer als der Marktschnitt. Die Deutsche Bank hingegen aktualisierte ihre Analyse am 10. Juli und veranschlagte ein Kursziel von 178,00 Euro.
Ein Mitte Juli veröffentlichter Konsensus unter den beobachtenden Instituten, zu denen unter anderem die Baader Bank, UBS und LBBW gehören, sah das durchschnittliche Kursziel bei rund 170 Euro. Medienberichten zufolge wurde die technische Lage der Aktie Ende Juli noch mit einem „Abwarten“-Signal bewertet. Am gestrigen Dienstag meldete zudem die Goldman Sachs Group eine Stimmrechtsmitteilung über das Halten von Instrumenten und Anteilen an dem Hamburger Konzern.
Kursreaktion und Jahrestrend
An der Börse wurden die Nachrichten am heutigen Mittwoch positiv aufgenommen. Das Papier notiert aktuell bei 192,50 Euro, was einer Steigerung von 2,39 % entspricht. Damit setzt die Aktie ihren langfristigen Aufwärtstrend fort: Seit Jahresbeginn konnte der Titel einen Wertzuwachs von 56,25 % verzeichnen. Der Kurs bewegt sich damit weiterhin oberhalb seines 50-Tage-Durchschnitts.
Anleger richten ihr Augenmerk nun auf den Jahresabschluss. Die geplante Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das gesamte Fiskaljahr 2025/26 ist für den 4. Dezember vorgesehen.
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