Aumann beendet sein öffentliches Rückkaufangebot. Pünktlich zum Ablauf der Frist rutscht die Aktie ab. Am Freitag verlor das Papier 2,31 Prozent und schloss bei 14,80 Euro. Damit wächst der Abstand zum großzügigen Angebotspreis spürbar.
Warten auf die Zuteilung
Zuletzt konnten Aktionäre ihre Papiere für 17,80 Euro andienen. Das Management hatte diesen Preis Ende Juni nachgebessert, weil das ursprüngliche Angebot von 16,50 Euro auf wenig Interesse stieß.
Insgesamt will der Anlagenbauer bis zu zehn Prozent seines Grundkapitals einziehen. Die exakte Annahmequote bleibt vorerst offen.
Schwaches Quartal belastet
Der Kursrückgang überrascht kaum. Das operative Geschäft steht massiv unter Druck. Im ersten Quartal brach der Umsatz um 38,4 Prozent ein. Er fiel auf 37,3 Millionen Euro.
Noch härter traf es den Auftragseingang im wichtigen E-Mobility-Segment. Hier stürzten die Bestellungen von 42,8 auf 15,0 Millionen Euro ab. Kein Wunder. Europas Autoindustrie schwächelt gewaltig.
Chartbild zeigt Kratzer
Weil der Kurs unter 15 Euro fällt, trübt sich die technische Lage ein. Auf Wochensicht verlor die Aktie 5,73 Prozent. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein starkes Plus von 22,52 Prozent.
Trotzdem behauptet das Papier wichtige Unterstützungen. Der Kurs notiert weiterhin über der 50-Tage-Linie bei 14,03 Euro.
Investoren blicken nun auf die nächsten Meldungen. Aumann will die finalen Abwicklungsdetails in den kommenden Tagen veröffentlichen. Dann steht fest, wie hoch das endgültige Rückkaufvolumen ausfällt. Die exakte Quote wird die künftige Aktionärsstruktur maßgeblich bestimmen.
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