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Symbolbild, KI-generiert

Aumann Aktie: Montega startet Coverage mit Kaufempfehlung

Montega startet die Analyse von Aumann mit Kaufurteil und 21-Euro-Ziel. Der Konzernumbau setzt auf Next Automation und neue Geschäftsfelder.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aumann-Aktie gewinnt 3,4 Prozent
  • Montega startet Coverage mit Kaufurteil
  • Next Automation steigert Auftragseingang
  • E-Mobility-Umsatz sinkt im Halbjahr

Aumann legt am heutigen Freitag deutlich zu. Die Aktie steigt um 3,4 Prozent auf 13,70 Euro und reagiert damit auf eine neue Analystenstimme: Die Montega AG hat die Coverage für den Bielefelder Maschinenbauer aufgenommen – mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 21 Euro.

Das Kursziel liegt deutlich über dem aktuellen Niveau und auch über dem 52-Wochen-Hoch von 16,20 Euro, das die Aktie Ende Juni erreicht hatte. Aktuell notiert das Papier rund 15 Prozent unter diesem Hoch, hat sich aber vom Jahrestief bei 10,86 Euro bereits deutlich erholt. Die Kursreaktion zeigt, dass der Markt die frische Einschätzung als Signal wertet, nachdem die Aktie in den vergangenen sieben Tagen noch knapp 8 Prozent verloren hatte.

Strukturwandel als Kernthese

Die optimistische Einstufung fällt in eine Phase, in der Aumann seinen Umbau vorantreibt. Der Halbjahresbericht vor gut drei Wochen hatte gezeigt, wie tief der Wandel greift: Das E-Mobility-Segment verzeichnete einen Umsatzrückgang von 47 Prozent und einen Einbruch beim Auftragseingang um 59 Prozent.

Dem steht das Segment Next Automation gegenüber, das im ersten Halbjahr um 23 Prozent beim Umsatz und um 72 Prozent beim Auftragseingang zulegte. Schon im ersten Quartal hatte Next Automation mit einem Auftragseingangsplus von 128 Prozent für Aufsehen gesorgt.

Aumann bestätigte vor rund zwei Wochen seine Jahresprognose – rund 160 Millionen Euro Umsatz und eine EBITDA-Marge zwischen 6 und 8 Prozent. Seither hat die Aktie 2,5 Prozent verloren, bevor die Montega-Einstufung heute für Gegenwind sorgt. Der Auftragsbestand von 115,4 Millionen Euro soll größtenteils noch in diesem Jahr in Umsatz umgewandelt werden, einzelne Projekte erst 2027.

Bilanz bleibt solide

Trotz des Umsatzrückgangs im ersten Halbjahr um 35 Prozent auf 70,6 Millionen Euro und einer EBITDA-Marge von 10,5 Prozent verfügt Aumann über eine komfortable finanzielle Ausstattung. Die Nettoliquidität lag zum Halbjahr bei 154,4 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote bei 62,2 Prozent.

Diese Substanz gibt dem Unternehmen Spielraum für die angestrebte Expansion in neue Wachstumsfelder wie Aerospace, Defense Drones, Battery Recycling, Clean Tech und Life Sciences. Mehrere Akquisitionsziele befinden sich laut Unternehmensangaben in der Evaluierung – nach dem Prinzip Qualität vor Geschwindigkeit.

Ergänzt wird das Bild durch ein im Juli abgeschlossenes Aktienrückkaufprogramm: Von den angedienten 9.358.558 Aktien kaufte Aumann die maximal vorgesehenen 1.291.704 Stück zurück, nachdem der Preis zuvor von 16,50 auf 17,80 Euro je Aktie angehoben worden war. Die Kapitalrückführung wurde zuletzt durch die Dividendenzahlung von 1,11 Euro je Aktie flankiert, deren Ex-Tag auf den 31. August fiel.

Die Vorstandsmitglieder wurden im Mai für weitere fünf Jahre wiederbestellt – ein Signal für Kontinuität in der Führung während der laufenden Transformation. Ob Montegas ambitioniertes Kursziel von 21 Euro erreichbar ist, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell Next Automation den Rückgang im E-Mobility-Geschäft kompensieren kann.

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