Der ATX hat die Woche schwach beendet und dabei eine heikle technische Zone erreicht. Mit 5.859,94 Punkten lag der Leitindex am Freitag fast exakt auf seiner 200-Tage-Linie. Für Anleger ist das mehr als nur eine Randnotiz.
Der Index verlor 1,04 Prozent. Belastet wurde er vor allem von Materials und Finanzwerten. Energieaktien hielten sich dagegen besser und bremsten den Rückgang etwas ab.
Druck auf breiter Front
Am Vormittag fand der ATX keinen Halt. Das Tagestief lag bei 5.847,36 Punkten. Eine Erholung am Nachmittag reichte nicht mehr, um die Marke von 5.900 Punkten zurückzuerobern.
Besonders stark gehandelt wurden Erste Group, OMV und BAWAG. Die Mehrheit der 20 Indexwerte schloss im Minus. Die Stimmung blieb damit klar defensiv.
Auch das Umfeld half nicht. Schwächere europäische Vorgaben und Sorgen um Energie- und Lieferkettenrisiken im Nahen Osten drückten auf die Risikobereitschaft. Das traf zyklische Titel besonders hart.
OMV stützt, AT&S belastet
Bei den Gewinnern fiel OMV auf. Die Aktie legte 2,03 Prozent auf 62,95 Euro zu. Rückenwind kam von einem höheren Brent-Preis. Verbund schaffte ein kleines Plus von 0,16 Prozent.
Auf der Verliererseite stand AT&S mit einem Minus von 4,38 Prozent an der Spitze. Auch Wienerberger und voestalpine rutschten deutlich ab. Beide litten unter Gewinnmitnahmen und einem schwächeren Sektorumfeld.
Die Finanzwerte konnten keinen Ausgleich schaffen. Raiffeisen Bank International verlor 2,37 Prozent, BAWAG 2,09 Prozent. Damit fehlte dem Markt genau die Stütze, die ein defensiver Handelstag gebraucht hätte.
Technisch wird es eng
Mit dem Schlusskurs direkt auf der 200-Tage-Linie bleibt das Bild angespannt. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt zwar noch 4,33 Prozent, kurzfristig hat der Markt aber an Dynamik verloren. Der RSI liegt bei 76,9 und signalisiert eine deutlich überhitzte Lage.
Für den Wochenstart rückt nun vor allem die Zone um 5.860 Punkte in den Fokus. Hält sie, kann sich der Markt zunächst stabilisieren. Rutscht der ATX darunter, dürfte der Druck auf den Index schnell zunehmen. In der neuen Handelswoche liefern zudem Konjunkturdaten aus China und der Eurozone neue Impulse für Industriewerte und Banken.
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