Der französische IT-Konzern Atos hat die Veräußerung seiner Sparte für Hochleistungsrechnen und KI an den Staat erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Erlös von bis zu 404 Millionen Euro markiert dieser Schritt einen Meilenstein in der laufenden Sanierung, verdeutlicht jedoch auch den massiven Wertverlust der vergangenen Jahre.
Die nun wieder eigenständige Einheit Bull ist für die technologische Souveränität Frankreichs von zentraler Bedeutung. Ihre Supercomputer kommen unter anderem in der Nuklearforschung und beim Militär zum Einsatz. Dass der finale Kaufpreis leicht unter dem ursprünglichen Angebot von 410 Millionen Euro liegt, ist dem Ausschluss der Einheiten zData und Vision AI geschuldet. Ein Blick zurück zeigt die Dimension der Krise: Im Jahr 2014 hatte Atos für Bull noch 620 Millionen Euro bezahlt.
Fokus auf Schuldenabbau
Die Transaktion ist ein Kernpfeiler der Strategie, die Bilanz des Unternehmens zu stabilisieren. Eine umfassende Restrukturierung hat die Verbindlichkeiten bereits um 2,1 Milliarden Euro gesenkt und Banken sowie Anleihegläubiger zu Hauptaktionären gemacht. Der frische Kapitalzufluss aus dem Staatsdeal dient der weiteren Entlastung, um die angestrebte Schuldenreduzierung bis 2026 zu erreichen.
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An der Börse bleibt die Lage trotz dieser operativen Fortschritte angespannt. Am Freitag ging die Aktie mit einem Minus von 1,81 % bei 35,19 Euro aus dem Handel. Mit einem Verlust von rund 32,5 % seit Jahresbeginn spiegelt der Kurs das Misstrauen der Anleger wider. Der Titel notiert aktuell mehr als 42 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 61,05 Euro.
Ausblick auf neue Zukäufe
Die Konzernführung richtet den Blick bereits auf die Zeit nach der Sanierung. Während aktuell Kosteneinsparungen und Desinvestitionen dominieren, ist für die kommenden Jahre eine Rückkehr zur Expansion vorgesehen.
Ab September 2026 plant Atos den Wiedereinstieg in den Akquisitionsmarkt. In den Jahren 2027 und 2028 sollen gezielt mittelgroße Unternehmen mit Umsätzen zwischen 20 und 200 Millionen Euro übernommen werden, um die verbleibenden Kernbereiche zu stärken.
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