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Astrazeneca Aktie: Rückschlag mit Kursplus

Astrazeneca beendet Phase-3-Studie zu Volrustomig, während SAFFRON-Daten zu Tagrisso überzeugen. Die Aktie legt im Londoner Handel zu.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Phase-3-Studie zu Volrustomig gestoppt
  • SAFFRON-Studie zeigt signifikante Vorteile
  • Tagrisso-Kombination übertrifft Chemotherapie
  • Aktie steigt um 1,8 Prozent

Ein gestoppter Lungenkrebs-Studie, und die Aktie steigt trotzdem. Das klingt paradox, ergibt aber Sinn, wenn man auf den Rest der Pipeline schaut, die am selben Tag mit einem handfesten Erfolg aufwartet.

Astrazeneca hat die Phase-3-Studie eVolve-Lung02 zu Volrustomig eingestellt. Ein unabhängiger Datenüberwachungsausschuss kam nach turnusmäßiger Prüfung zum Schluss, dass die Kombination aus Volrustomig und Chemotherapie im Vergleich zu Pembrolizumab plus Chemotherapie voraussichtlich keinen der beiden primären Endpunkte erreichen würde — weder beim progressionsfreien Überleben noch beim Gesamtüberleben. Neue Sicherheitssignale gab es laut Unternehmen nicht, betroffen waren 895 eingeschlossene Patienten.

Forschungschefin Susan Galbraith räumte Enttäuschung ein, betonte aber, man werde aus der Studie lernen und die Pipeline weiter vorantreiben. Die übrigen Phase-3-Studien zu Volrustomig — bei Gebärmutterhalskrebs, Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich und Mesotheliom — laufen unverändert weiter.

SAFFRON liefert den Gegenpol

Während Volrustomig scheitert, punktet ein anderes Kombinationspräparat. Die Phase-3-Studie SAFFRON zeigt für Tagrisso plus Orpathys statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserungen bei EGFR-mutiertem Lungenkrebs mit MET-Treiber, nachdem Patienten unter Tagrisso-Monotherapie fortschritten. Sowohl beim progressionsfreien als auch beim Gesamtüberleben schnitt die Kombination besser ab als eine platinbasierte Doppel-Chemotherapie.

Astrazeneca hebt hervor, dass SAFFRON die erste globale Phase-3-Studie ist, die in diesem Setting signifikante Vorteile bei beiden Endpunkten nachweist. Orpathys wird gemeinsam mit dem chinesischen Partner Hutchmed entwickelt und von Astrazeneca vermarktet.

Die Kombination ist in China bereits zugelassen, in der Schweiz gibt es eine befristete Zulassung. Tagrisso selbst läuft als Monotherapie in mehr als 120 Ländern, darunter die USA, die EU, China und Japan.

Die Daten sollen auf einem kommenden Fachkongress vorgestellt und den globalen Zulassungsbehörden übermittelt werden.

Markt gewichtet den Erfolg höher

Im Londoner Handel notierte die Aktie zeitweise rund 1,8 Prozent fester bei 116,62 Pfund. Der Ausschlag zeigt, wie der Markt die beiden Nachrichten gegeneinander abwägt: Ein einzelnes gescheitertes Kombinationspräparat in einer breiten Onkologie-Pipeline wiegt offenbar weniger schwer als ein handfester Fortschritt in einem kommerziell etablierten Segment wie der Tagrisso-Franchise.

Für die Onkologie-Sparte bleibt damit ein gemischtes, aber insgesamt konstruktives Bild. Die nächste Bewährungsprobe kommt mit der für den Fachkongress angekündigten SAFFRON-Präsentation und der Reaktion der Zulassungsbehörden auf die eingereichten Daten.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.