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Symbolbild, KI-generiert

Astrazeneca Aktie: Deutsche Bank hebt auf Hold

Die Deutsche Bank stuft AstraZeneca hoch, während Berenberg das Kursziel senkt. Neue Lungendaten und ein Insiderkauf setzen positive Akzente.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Deutsche Bank hebt AstraZeneca auf Hold
  • Berenberg reduziert Kursziel auf 150 Pfund
  • SERENA-4 verfehlt statistisches Studienziel
  • Neue Lungendaten zeigen medizinische Fortschritte

Die Analysten der Deutschen Bank haben ihre Einschätzung für AstraZeneca am heutigen Dienstag von „Sell“ auf „Hold“ angehoben. Nach einer deutlichen Underperformance gegenüber anderen europäischen Branchenwerten und enttäuschenden Studienergebnissen zu Wochenbeginn sehen die Experten das Risiko nun eingepreist. Das Kursziel für die in London notierten Papiere wurde leicht von 11.500 auf 11.700 Pence heraufgesetzt.

Analyst Emmanuel Papadakis begründete die Hochstufung mit einem ausgeglicheneren Verhältnis zwischen Chancen und Risiken. Zuvor war die Aktie unter Druck geraten, da die Ergebnisse der Phase-III-Studie SERENA-4 die Markterwartungen für das Brustkrebsmittel Etcamah (Camizestrant) dämpften.

In dieser Untersuchung verfehlte die Kombination aus Camizestrant und Palbociclib das Ziel einer statistisch signifikanten Verlängerung des progressionsfreien Überlebens bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs in der Erstlinientherapie.

Kursziel-Anpassungen nach Studienrückschlag

Trotz der Hochstufung durch die Deutsche Bank reagierten andere Häuser vorsichtiger auf die Daten der SERENA-4-Studie. Die Analysten der Berenberg Bank senkten ihr Kursziel am heutigen Dienstag von 160 auf 150 Pfund, behielten ihre Kaufempfehlung jedoch bei.

Das Potenzial für das Medikament wird nach dem Verfehlen des Primärendpunkts konservativer bewertet. Medienberichten zufolge korrigierten Marktbeobachter die Spitzenumsatzprognosen für Camizestrant in diesem Einsatzgebiet deutlich nach unten.

Die AstraZeneca-Aktie notiert aktuell bei 141,40 € und verzeichnete seit Jahresbeginn ein Minus von 10 %. Damit spiegelt der Kurs die jüngsten Rückschläge in der Pipeline wider, bleibt jedoch mit einem Abstand von 14 % deutlich über seinem 52-Wochen-Tief. Ein nachhaltiger Ausbruch nach oben gelang bisher nicht; der Titel liegt weiterhin 22 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von Februar.

Erfolge bei Lungenkrebs und Atemwegserkrankungen

Parallel zu den Rückschlägen im Bereich Brustkrebs konnte der Konzern am gestrigen Montag und heute positive Nachrichten aus anderen Forschungsbereichen präsentieren. In der Lungenkrebstherapie unterstrichen neue Achtjahresdaten aus der ADAURA-Studie die Wirksamkeit von Tagrisso.

Das Medikament senkte das Sterberisiko in der Gesamtpopulation um 48 % im Vergleich zu einem Placebo. Zudem lieferte die DESTINY-Lung04-Studie für das gemeinsam mit Daiichi Sankyo entwickelte Enhertu starke Ergebnisse bei spezifischen Formen des Lungenkrebses, mit einem medianen progressionsfreien Überleben von 14,3 Monaten.

Zusätzliche Impulse kommen aus der Behandlung chronisch-obstruktiver Lungenerkrankungen (COPD). Neue Daten zum Wirkstoff Tozorakimab zeigten in den Studien OBERON und TITANIA eine signifikante Senkung der Exazerbationen um bis zu 34 %. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat bereits eine vorrangige Prüfung für dieses Biologikum eingeleitet, eine Entscheidung wird im ersten Quartal 2027 erwartet.

Aufsichtsratsvorsitzender signalisiert Zuversicht

Ein positives Signal für Investoren setzte zudem Michel Demaré, der Non-Executive Chair des Unternehmens. Laut einer offiziellen Mitteilung erwarb er am Montag insgesamt 2.500 Stammaktien am Londoner Markt zu einem Durchschnittspreis von rund 121,21 Pfund. Solche Insiderkäufe werden an der Börse häufig als Vertrauensbeweis der Führungsebene in die langfristige Strategie gewertet.

Das Unternehmen befindet sich in einer Übergangsphase: Während ältere Erfolge wie die klinische Studie Tezspire von vor rund zwei Wochen oder die SAFFRON-Ergebnisse von vor rund einem Monat das Fundament festigen, muss der Konzern die Lücke füllen, die durch die schwächeren Daten von Camizestrant entstanden ist.

Dennoch bleibt die Marktkapitalisierung mit umgerechnet 211,84 Milliarden € auf einem Niveau, das die führende Rolle des Konzerns im europäischen Pharmasektor unterstreicht.

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