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Aston Martin Aktie: Radikaler Umbau

Der britische Luxusautobauer reagiert auf einen massiven Verlust und Umsatzeinbruch mit einem harten Sanierungskurs, streicht 20 Prozent der Stellen und verschiebt Elektro-Pläne.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nettoverlust steigt auf über 493 Millionen Pfund
  • Unternehmensumbau mit Abbau von 600 Stellen
  • Strategiewechsel hin zu margenstarken Supersportwagen
  • Aktie notiert auf neuem Jahrestief

Aston Martin zieht die Notbremse. Nach einem verlustreichen Geschäftsjahr reagiert der britische Luxusautobauer mit einem harten Sanierungskurs und streicht jede fünfte Stelle weltweit. Dieser Schritt ist die direkte Antwort auf tiefrote Zahlen und ein zunehmend schwieriges globales Marktumfeld, das den Fahrplan für die kommenden Jahre grundlegend verändert.

Massive Verluste erzwingen Sparmaßnahmen

Die Bilanz für das Jahr 2025 verdeutlicht die Schwere der operativen Krise. Der Nettoverlust weitete sich um 52 Prozent auf über 493 Millionen Pfund aus, während der Umsatz um mehr als ein Fünftel einbrach. Hauptgrund für diese Entwicklung war ein Rückgang der weltweiten Auslieferungen um zehn Prozent. Um die finanzielle Belastung zu senken, trennt sich das Unternehmen nun von rund 600 seiner insgesamt 3.000 Mitarbeiter.

Zusätzlich kürzt das Management die geplanten Investitionen für die kommenden fünf Jahre um 300 Millionen Pfund. Diese Entscheidung hat unmittelbare Folgen für die technologische Zukunft des Herstellers: Die Entwicklung und Markteinführung neuer Elektrofahrzeuge wird zugunsten der Kapitalschonung vorerst nach hinten verschoben. Die Marktreaktion am Freitag war deutlich; die Aktie markierte bei 0,54 Euro ein neues Jahrestief, was einem Rückgang von fast 50 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate entspricht.

Strategiewechsel hin zu hohen Margen

Neben hausgemachten Problemen belasten externe Faktoren das Geschäft massiv. Neue US-Einfuhrzölle und eine anhaltende Nachfrageschwäche im wichtigen chinesischen Markt erschweren den Absatz der Kernmodelle. Kann der Fokus auf exklusive Kleinserien unter diesen Bedingungen die Wende bringen? CEO Adrian Hallmark setzt genau darauf und korrigiert die Verkaufsziele für das Volumensegment nach unten.

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Anstatt auf hohe Stückzahlen konzentriert sich Aston Martin künftig auf margenstarke Spezialmodelle wie den Supersportwagen Valhalla. Nach dem Produktionsstart Ende 2025 soll dieses Modell im kommenden Jahr eine Bruttomarge im hohen 30-Prozent-Bereich erreichen. Das Ziel dieser Strategie ist es, das operative Ergebnis auch bei geringeren Verkaufszahlen stabil in Richtung der Gewinnschwelle zu führen.

Liquidität und Markenwert im Fokus

Angesichts einer Nettoverschuldung von 1,38 Milliarden Pfund hat die Sicherung der Liquidität oberste Priorität. Ein wichtiger Baustein hierfür war der Verkauf von Namensrechten am Formel-1-Team für 50 Millionen Pfund an eine Beteiligungsgesellschaft von Chairman Lawrence Stroll. Auch wenn dieser interne Deal unter Investoren kritisch diskutiert wurde, dient er als Puffer für das laufende Restrukturierungsprogramm.

Die Neuausrichtung markiert einen Wendepunkt für Aston Martin. Das Erreichen der finanziellen Stabilität hängt nun maßgeblich davon ab, ob der Hochlauf des Valhalla wie geplant gelingt. Für das Jahr 2026 peilt das Management die Auslieferung von 500 Einheiten dieses Modells an, um die Abhängigkeit vom schwächelnden Massengeschäft zu reduzieren und die Profitabilität nachhaltig zu steigern.

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Diskussion zu Aston Martin

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.