Astellas Pharma baut seine Onkologie-Sparte mit einem milliardenschweren Zukauf aus. Der japanische Konzern hat sich über eine exklusive Options- und Lizenzvereinbarung mit dem australischen Biotech-Unternehmen Audax Biosciences den Zugriff auf den Wirkstoffkandidaten DAX-044 gesichert. Bei vollständiger Ausübung aller Optionen beläuft sich das Gesamtvolumen auf bis zu 1,34 Milliarden Dollar.
Der Wirkstoff zielt auf solide Tumore ab, die für Immuntherapien bisher schwer zugänglich sind. DAX-044 basiert auf einer gezielten Antikörper-Zytokin-Fusion mit Interleukin-12. Ziel dieses Ansatzes ist es, die aktivierende Wirkung auf das Immunsystem direkt im Tumorgewebe zu konzentrieren. Die Belastung für das gesunde Gewebe soll so möglichst gering bleiben.
Zahlungen an Entwicklungsfortschritte gekoppelt
Die Vereinbarung bindet Zahlungen an konkrete Fortschritte. Für die Vorabvergütung und die künftige Ausübung der Kaufoption erhält Audax insgesamt 285 Millionen Dollar. Sollte der Wirkstoff weitere Hürden nehmen, folgen Meilensteinzahlungen von bis zu 1,05 Milliarden Dollar für Entwicklung und Vermarktung.
Im Falle einer behördlichen Zulassung stehen dem australischen Entwickler zusätzlich gestaffelte, zweistellige Lizenzgebühren auf die weltweiten Nettoumsätze zu. Zieht Astellas die Option, übernimmt der Konzern weltweit die Verantwortung für Produktion, Weiterentwicklung und Vertrieb. Audax behält das Recht, sich in Australien und Neuseeland an Kosten und Vermarktung zu beteiligen. Vor dem Vollzug der Option müssen unter anderem die zuständigen Kartellbehörden zustimmen.
Start der klinischen Phase für 2027 geplant
Das Vorhaben erfordert Durchhaltevermögen. Audax führt die Vorarbeiten fort, der Start einer ersten klinischen Phase ist für 2027 angesetzt. An der Börse in Tokio bewegte sich die Astellas-Aktie am Mittwoch kaum und notierte bei 2.501 Yen, was einem leichten Minus von 0,68 Prozent entspricht. Über die vergangenen zwölf Monate bewegte sich das Papier in einer Spanne zwischen 1.557,50 und 2.717 Yen.
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