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Symbolbild, KI-generiert

AST SpaceMobile Aktie: Brasilien öffnet die Tür

Anatel genehmigte AST SpaceMobile Frequenzen; vier regionale Netzbetreiber vereinbarten Kooperationen, ein Starttermin steht jedoch nicht fest.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 30 MHz im S-Band genehmigt
  • Zusätzliche Nutzung des 700-MHz-Bands erlaubt
  • Vier regionale Mobilfunkpartner vereinbart
  • Kommerzieller Dienststart bleibt noch offen

Brasilien soll der nächste große Markt für AST SpaceMobile werden. Die Regulierungsbehörde Anatel hat dem Satellitenbetreiber Frequenzen zugesprochen, dazu kommen Vereinbarungen mit vier regionalen Mobilfunkbetreibern. Das Unternehmen kündigte den Schritt heute an.

Frequenzen und Partner

Anatel genehmigte 15+15 MHz im S-Band, zusammen also 30 MHz, für den geplanten Dienst im Land. Ergänzend erlaubt die Behörde die Zweitnutzung von bis zu 10+10 MHz im 700-MHz-Band. Den Zugang dazu sichern die Verträge mit den vier regionalen Betreibern, jeweils innerhalb deren Lizenzgebieten.

Die Technik soll Sprachanrufe, Breitbanddaten und Videostreaming direkt auf handelsüblichen Smartphones ermöglichen, ohne Spezialgeräte. Brasilien bietet dafür eine große Fläche: Rund die Hälfte des Bundes- und Landesstraßennetzes und zwei Drittel der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen haben laut Unternehmen weder 4G- noch 5G-Abdeckung.

Bodenstationen und Reichweite

Am Boden plant AST SpaceMobile vier Gateways in Brasilien. Sie verbinden die BlueBird-Satelliten mit den Netzen der Betreiber und leiten Sprache, Video und Daten zwischen Weltraum und Festnetz weiter. Die Planung dafür läuft bereits.

Brasilien zählt mehr als 210 Millionen Einwohner und über 200 Millionen Mobilfunkanschlüsse. Die neuen Partner kommen zu bestehenden Betreiberbeziehungen im Land hinzu. Weltweit zählt AST SpaceMobile nach eigenen Angaben mehr als 60 Netzbetreiber als Partner, die zusammen über drei Milliarden Kunden bedienen.

„Brasiliens Anspruch an Konnektivität entspricht der Größe des Landes“, sagte Gründer und Konzernchef Abel Avellan. Das Unternehmen wolle eine „dritte Schicht“ der Netzabdeckung schaffen.

Noch kein Startschuss für den Dienst

Kommerziell läuft in Brasilien noch nichts. Der Dienst hängt von der Kapazität im Orbit, dem Bau der Bodeninfrastruktur, der Netzintegration, weiteren Genehmigungen, der Gerätekompatibilität und den kommerziellen Vereinbarungen ab. Einen Starttermin nennt das Unternehmen nicht.

Für die Aktie liefert die Meldung vor allem regulatorische Substanz. Mit Frequenzrechten im S-Band und Zugang zum 700-MHz-Band hat AST SpaceMobile in einem der größten Mobilfunkmärkte Lateinamerikas eine belastbare Grundlage. Der nächste sichtbare Schritt sind die vier Gateways, deren Umsetzung vom Fortschritt der Satellitenflotte abhängt.

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Diskussion zu AST SpaceMobile

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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