Schwache Zahlen, starker Kursrutsch – bei AST SpaceMobile klaffen aktuelle Ergebnisse und langfristige Vision auseinander. Das Unternehmen verfehlte im ersten Quartal 2026 die Erwartungen der Wall Street deutlich. Das Management hält jedoch an der Jahresprognose fest.
Der Verlust je Aktie lag bei 0,66 US-Dollar. Analysten hatten lediglich minus 0,21 Dollar prognostiziert. Auch der Umsatz enttäuschte mit 14,7 Millionen Dollar.
Die Folge: Die Aktie brach am Dienstag um knapp 14 Prozent auf 60,30 Euro ein. Damit vergrößert sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 102 Euro weiter.
Verzögerungen und ein teurer Rückschlag
Finanzchef Andy Johnson ordnet die Zahlen ein. Die Einnahmen schwanken in dieser Phase stark. Sie hängen von der Auslieferung kommerzieller Gateways und erreichten Meilensteinen bei Regierungsaufträgen ab.
Im zweiten Quartal droht eine weitere Belastung. Das Unternehmen erwartet eine Abschreibung von rund 160 Millionen Dollar. Der Grund ist der Verlust des Satelliten BlueBird 7 durch eine Raketenanomalie.
Volle Kassen für den Satellitenbau
Trotz des Rückschlags steht die Finanzierung. AST SpaceMobile verfügte Ende März über liquide Mittel von rund 3,5 Milliarden Dollar. Dieses Polster sichert den kapitalintensiven Ausbau. Allein im zweiten Quartal steigen die Investitionen auf bis zu 650 Millionen Dollar.
CEO Abel Avellan richtet den Blick nach vorn. Mitte Juni starten die nächsten drei BlueBird-Satelliten in den niedrigen Erdorbit. Parallel läuft die Produktion weiterer Einheiten auf Hochtouren. Das Unternehmen strebt eine Fertigungsrate von sechs Satelliten pro Monat an.
Regierungsaufträge als Treiber
Das Partnernetzwerk wächst. AST SpaceMobile treibt die Bodennetz-Integration in zahlreichen Ländern voran. In Afrika kam kürzlich der Betreiber Axian Telecom hinzu. Das Management erwartet im Jahresverlauf weitere Vertragsabschlüsse mit Mobilfunkanbietern.
Ein entscheidender Faktor für das zweite Halbjahr sind US-Regierungsaufträge. Das Unternehmen sicherte sich zuletzt drei neue Zuschläge. Das Management bezeichnet die aktuelle Vergabephase der „Golden Dome“-Initiative als wichtigen Moment. Diese Einnahmen sollen massiv zum Jahresumsatz beitragen.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt AST SpaceMobile weiterhin Erlöse von bis zu 200 Millionen Dollar an. Der Weg dorthin bleibt schwankungsanfällig. Mitte Juni steht mit dem nächsten Raketenstart der entscheidende Termin an. Hier muss das Unternehmen operative Fortschritte beweisen.
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