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Symbolbild, KI-generiert

Associated British Foods Aktie: 10-Prozent-Crash nach Primark-Warnung

Schwächere Primark-Umsätze drücken die Aktie von Associated British Foods. Der Konzern erwartet beim Ergebnis je Aktie dennoch eine positive Entwicklung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Primark meldet flächenbereinigtes Umsatzminus
  • Aktie verliert zehn Prozent am Donnerstag
  • Zuckersparte nähert sich Verlustobergrenze
  • Abspaltung für Dezember 2027 vorgesehen

Ein enttäuschender Geschäftsverlauf bei der Modetochter Primark drückt Associated British Foods am heutigen Donnerstag tief in die Verlustzone. In einem aktuellen Handelsupdate gab der Konzern bekannt, dass die flächenbereinigten Umsätze der Textilkette im vierten Quartal bis zum 12. September 2026 voraussichtlich um 3,0 % sinken werden. Die Marktreaktion fiel deutlich aus: Das Papier notiert aktuell bei 21,40 € und verzeichnet damit ein Tagesminus von 10 %.

Umsatzrückgang bei Primark und neue Versandstrategie

Trotz der Schwäche auf bestehender Fläche rechnet das Management für das gesamte Geschäftsjahr 2026 bei Primark weiterhin mit einem Gesamtwachstum von rund 2 %. Dies sei vor allem auf die Eröffnung neuer Filialen und das wachsende Franchise-Modell zurückzuführen.

Laut Reuters plant das Unternehmen zudem eine strategische Kehrtwende, um dem Wettbewerb im Online-Handel besser zu begegnen: Primark wird in Großbritannien künftig einen Lieferservice nach Hause anbieten.

Die bereinigte operative Marge der Modesparte wird für das laufende Jahr bei etwa 10 % erwartet. Während die Umsatzdynamik zuletzt nachließ, zeigt sich die Gewinnseite robuster als gedacht.

Associated British Foods gab bekannt, dass das bereinigte Ergebnis je Aktie für das Geschäftsjahr 2026 voraussichtlich über den bisherigen Erwartungen liegen wird. Der bereinigte operative Gewinn des Gesamtkonzerns soll sich hingegen weitgehend im Rahmen der bisherigen Prognosen bewegen.

Belastungsfaktoren im Zuckergeschäft und Spartenausblick

Neben dem Modebereich lieferte das Update detaillierte Einblicke in die weiteren Geschäftssäulen des diversifizierten Konzerns. Medienberichten zufolge steht insbesondere die Zuckersparte unter Druck. Hier steuert das Unternehmen nun auf das obere Ende der prognostizierten Verlustrange zu, die einen bereinigten operativen Verlust zwischen 25 Millionen und 60 Millionen Pfund für das Jahr 2026 vorsieht.

Auch im Lebensmittelbereich (Grocery) verlief die Entwicklung verhalten; der bereinigte operative Gewinn dürfte hier leicht unter der ursprünglichen Prognose liegen. Stabil zeigt sich hingegen das Segment Ingredients, in dem die Ergebnisse den Erwartungen entsprechen. Durch den heutigen Kurssturz vergrößerte sich die Distanz zu technischen Marken deutlich: Der Titel notiert mit einem Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von -11 %.

Langfristiger Umbau und Termin für Jahresabschluss

An den langfristigen Plänen für eine strukturelle Veränderung hält der Konzern fest. Die geplante Abspaltung des Einzelhandelsgeschäfts von den Lebensmittelaktivitäten (Demerger) verläuft laut Unternehmensangaben nach Plan.

Der Abschluss dieses Prozesses ist weiterhin für Dezember 2027 vorgesehen. Bereits in der vergangenen Woche gab es zudem grünes Licht von der Europäischen Kommission für eine gemeinsame Kontrolle der Hebei Mauri Food Co. durch Associated British Foods und Wilmar International.

Analystenseitig gab es bereits im Vorfeld des Updates vorsichtige Signale. So hob die Citigroup am 3. September ihr Kursziel zwar von 1.330 auf 1.550 Britische Pence an, behielt jedoch ihre Verkaufsempfehlung für den Titel bei. Die vollständigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2026, das den 52-Wochen-Zeitraum bis zum 12. September umfasst, wird das Unternehmen am 3. November 2026 veröffentlichen.

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Diskussion zu Associated British Foods

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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