Zwei Katalysatoren in weniger als vier Wochen: Assembly Biosciences steht vor einer dichten Nachrichtenphase, die den Kurs in beide Richtungen bewegen kann. Am 7. Mai folgen die Q1-Zahlen, Ende Mai die ersten klinischen Daten für den Hepatitis-D-Kandidaten ABI-6250.
Quartalszahlen mit erwartetem Verlust
Analysten rechnen für das erste Quartal 2026 mit einem Verlust von 0,73 US-Dollar je Aktie. Das spiegelt höhere Betriebskosten wider, während das Unternehmen seine antiviralen Programme vorantreibt — ohne dass im Quartal eine größere Meilensteinzahlung angefallen wäre.
Den Kontext liefern die Jahreszahlen 2025: Der Umsatz kletterte auf 72,3 Millionen US-Dollar, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Maßgeblich dafür war eine 35-Millionen-Dollar-Optionszahlung von Gilead für das HPI-Programm. Der Jahresverlust schrumpfte auf gut 6 Millionen US-Dollar.
Die Liquiditätsbasis ist solide. Rund 248 Millionen US-Dollar in Cash und Wertpapieren sollen den Betrieb bis 2028 finanzieren — ein Puffer, der dem Unternehmen Spielraum für die nächsten Entwicklungsschritte lässt.
ABI-6250: Daten auf dem EASL-Kongress
Der zweite Katalysator folgt Ende Mai. Phase-1a-Daten für ABI-6250 werden als Posterpräsentation auf dem Kongress der European Association for the Study of the Liver (EASL) in Barcelona gezeigt, der vom 27. bis 30. Mai stattfindet.
ABI-6250 blockiert den NTCP-Gallensäuretransporter und verhindert so den Zelleintritt des Hepatitis-D-Virus. HDV gilt als die schwerste Form der viralen Hepatitis und kann zu Leberzirrhose, Leberkrebs oder Leberversagen führen. In der EU ist bislang nur ein einziges Medikament zugelassen — ein tägliches Injektionspräparat. In den USA gibt es keine zugelassene Therapie.
Die Enrollment-Phase der Studie ist abgeschlossen, chronische Toxikologiestudien für längere Dosierphasen ebenfalls. Den Start von Phase 2 plant Assembly für das vierte Quartal 2026.
Partnersuche für ABI-4334 als Wildcard
Hinzu kommt ein offenes Kapitel: Gilead hatte im März 2026 seine Option auf das HBV-Programm ABI-4334 nicht gezogen. Assembly hält das Programm nun vollständig und sucht aktiv nach einem neuen Partner, bevor weitere Entwicklungsschritte folgen. Ob und wann ein Deal zustande kommt, bleibt offen — und ist ein eigenständiger Kurstreiber.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 28 US-Dollar, knapp unter ihren gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 200 Tage. Fünf Analysten empfehlen den Titel im Schnitt mit „Strong Buy“ und sehen das Kursziel bei 44,20 US-Dollar — ein impliziertes Aufwärtspotenzial von rund 50 Prozent. Ob die EASL-Daten Ende Mai den nötigen Impuls liefern, hängt maßgeblich davon ab, wie überzeugend die Phase-1a-Ergebnisse für ABI-6250 ausfallen.
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