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ASML: Intel bestätigt High-NA-EUV

Intel belegt die Serienreife von ASMLs High-NA-EUV-Technologie. Der Nachweis stärkt die Marktposition des niederländischen Chipausrüsters.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Intel produziert Panther-Lake-Chips mit High-NA-EUV
  • Ausbeute des 18A-Prozesses auf 85 Prozent gestiegen
  • ASML-Kurs bleibt unter Rekordhoch von 1.748 Euro
  • Investitionspläne von Intel auf 20 Milliarden Dollar erhöht

ASML-Aktien schließen am Donnerstag bei 1.582,20 Euro, ein Plus von 0,10 Prozent. Der eigentliche Kurstreiber liegt aber nicht im Tagesgeschäft, sondern bei einem Kunden: Intel hat gerade bewiesen, dass ASMLs teuerste und fortschrittlichste Belichtungstechnologie im industriellen Maßstab funktioniert.

Intels Quartalszahlen bestätigen den Durchbruch

Intel meldete am Donnerstag einen Quartalsumsatz von 16,1 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Entscheidend für ASML war eine andere Zahl: Intel Foundry produziert jetzt einen Teil der Core Ultra Series 3 Prozessoren mit Codenamen Panther Lake in Großserie. Die Chips laufen auf ASMLs EXE High-NA-EUV-Anlagen.

Das ist der Unterschied zwischen einem Versprechen und einem Beweis. Im Vorfeld der Zahlen hatten Marktbeobachter bereits vermeldet, dass sich die Ausbeute des 18A-Fertigungsprozesses von 65 auf 85 Prozent verbessert hat. High-NA-EUV trug zu diesem Fortschritt bei. Nach der Veröffentlichung kamen weitere Details: Panther Lake läuft inzwischen auf 18A in über 200 verschiedenen Gerätedesigns großer Hersteller. Intels Sparte für Client Computing legte um 13 Prozent auf 8,88 Milliarden Dollar zu, getrieben vom Panther-Lake-Hochlauf.

Intel-Chef Lip-Bu Tan ordnete das Quartal als Bestätigung der eigenen Fertigungsstrategie ein: „KI treibt eine beispiellose Nachfrage nach Rechenleistung, und mit fortschreitender Ausführung ist Intel gut positioniert, um nachhaltiges Wachstum über unsere CPU-Sparte, ASICs, fortschrittliche Verpackungstechnik und unser breites Foundry-Netzwerk hinweg zu erzielen.“ Finanzchef David Zinsner hob parallel dazu die Investitionspläne für 2026 von 18 auf 20 Milliarden Dollar an. Für 2027 stellte er einen „deutlichen“ weiteren Anstieg in Aussicht.

Warum das für ASML zählt

High-NA-EUV ist ASMLs nächste Lithografie-Generation, und Intel war bislang der prominenteste frühe Abnehmer. Jede Anlage kostet ein Vielfaches einer klassischen EUV-Maschine. Genau deshalb war die Bestätigung durch einen Großkunden so wichtig, um den kommerziellen Rollout in der gesamten Chipbranche zu rechtfertigen.

Bislang liefen die Maschinen vor allem in Pilotlinien. Dass Intel nun in Volumenproduktion fertigt, nimmt eine zentrale Unsicherheit aus dem Markt: das Tempo, mit dem High-NA tatsächlich angenommen wird.

Die Nachricht kommt gut eine Woche nach ASMLs eigenem Quartalsbericht, in dem der Konzern den Meilenstein bereits selbst angedeutet hatte. Schon damals hatte ASML offengelegt, dass Intel Foundry die High-NA-Anlagen für den Panther-Lake-Hochlauf nutzt. Zusammen mit stärker als erwarteten Konzernzahlen hatte das Unternehmen daraufhin seine Jahresprognose angehoben.

Aktie unter Rekordhoch, aber im Aufwärtstrend

Trotz der positiven Nachrichtenlage notiert ASML weiterhin rund 9,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 1.748 Euro, erreicht am 30. Juni 2026. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 71,7 Prozent zu Buche. Eine annualisierte 30-Tage-Volatilität von 55,58 Prozent zeigt, wie nervös der Markt bei KI-nahen Halbleiterwerten zuletzt reagiert hat, während das Auftragsmomentum im Lithografiegeschäft parallel weiter zunimmt.

Mit Intels bestätigter High-NA-Produktion richtet sich der Blick nun auf andere Spitzenhersteller. Beschleunigen auch sie ihre eigenen Zeitpläne für die neue Technologie, dürfte sich das in ASMLs nächsten Angaben zum Auftragseingang niederschlagen.

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Diskussion zu Asml

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.