Knapp 26 Prozent Kursplus seit Jahresbeginn — und ASML legt nach. Die Hauptversammlung vom 22. April hat eine Reihe von Beschlüssen verabschiedet, die Aktionäre direkt begünstigen.
Dividende steigt auf 7,50 Euro je Aktie
Die Aktionäre stimmten einer Schlussdividende von 2,70 Euro je Aktie zu. Zusammen mit drei Interimsdividenden von je 1,60 Euro ergibt das eine Gesamtdividende von 7,50 Euro für das Geschäftsjahr 2025. Das entspricht einem Anstieg von 17 Prozent gegenüber 2024. Seit 2021 wächst die Ausschüttung kontinuierlich — damals waren es noch 5,50 Euro je Aktie.
Rückkaufprogramm mit zwölf Milliarden Euro
Die Hauptversammlung erteilte dem Vorstand außerdem die Ermächtigung, bis zu zehn Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals zurückzukaufen. Die Ermächtigung läuft bis Oktober 2027. Bereits im ersten Quartal 2026 hat ASML rund 0,9 Millionen Aktien für etwa 1,1 Milliarden Euro erworben. Das läuft im Rahmen eines neuen Rückkaufprogramms über insgesamt zwölf Milliarden Euro für die Jahre 2026 bis 2028.
Hinzu kommt die Genehmigung, bis zu zehn Prozent der Aktien einzuziehen. Für Kapitalerhöhungen — etwa bei Übernahmen — darf der Vorstand bis zu fünf Prozent neue Aktien ausgeben.
Starke Quartalszahlen als Fundament
Die Ausschüttungen stützen sich auf ein solides Ergebnis. Im ersten Quartal erzielte ASML einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 53 Prozent. Der Gewinn je Aktie lag bei 7,15 Euro. Den Jahresumsatzausblick hob das Unternehmen auf 36 bis 40 Milliarden Euro an — zuvor waren es 34 bis 39 Milliarden. Treiber ist die steigende Nachfrage nach KI-Chips, die Kunden zu schnellerer Kapazitätserweiterung zwingt.
China-Risiko bleibt im Blick
Ein Risikofaktor bleibt der China-Anteil. Im ersten Quartal entfielen nur noch 19 Prozent der Systemverkäufe auf China — nach 36 Prozent im Vorquartal. Im US-Kongress liegt ein parteiübergreifender Gesetzentwurf vor, der ASML den Verkauf von DUV-Maschinen an chinesische Chipfirmen untersagen würde. Das Gesetz muss noch den Gesetzgebungsprozess durchlaufen. Das Management hat erklärt, die Jahresprognose decke mögliche Exportkontroll-Szenarien bereits ab.
Die Aktie notiert mit 1.245 Euro knapp vier Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Die nächste Bewährungsprobe liefern die Quartalszahlen für Q2 im Juli.
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