ASML Holding hat sein laufendes Aktienrückkaufprogramm auch in der vergangenen Woche unvermindert fortgesetzt. Zwischen dem 17. und 21. August erwarb der niederländische Lithografie-Spezialist an jedem Handelstag zwischen 48.280 und 51.815 eigene Aktien, zu gewichteten Durchschnittspreisen von 1.506,98 bis 1.618,13 Euro.
Der Gegenwert der täglichen Rückkäufe lag zwischen 77,3 und 78,9 Millionen Euro – ein Tempo, das die Kontinuität des Kapitalrückführungsprogramms unterstreicht, auch wenn der Kurs seit der Prognoseanhebung vor über einem Monat um 5,3 Prozent nachgegeben hat.
Die Rückkäufe fallen in eine Phase, in der institutionelle Investoren höchst unterschiedliche Schlüsse aus der aktuellen Bewertung ziehen. Die Deutsche Bank reduzierte ihre ASML-Position im zweiten Quartal um 44,0 Prozent und verkaufte damit 29.272 Aktien, wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht hervorgeht. Übrig blieben 37.236 Aktien im Depot der Bank, die noch mit rund 74,1 Millionen Dollar bewertet wurden.
Auf der Gegenseite bauten mehrere kleinere Vermögensverwalter ihre Positionen erst auf oder stockten sie auf. Monetta Financial Services kaufte 800 ASML-Aktien im Wert von etwa 1,59 Millionen Dollar hinzu, wodurch der Titel zum 28.-größten Portfoliobestandteil des Hauses avancierte.
Auch Lee Johnson Capital Management und Global Retirement Partners griffen im zweiten Quartal zu und bauten neue beziehungsweise zusätzliche Positionen auf. Das Bild ist damit gespalten: Während ein Schwergewicht Kasse macht, sehen kleinere Adressen weiterhin Einstiegschancen.
Kursreaktion bleibt verhalten
Der Handel am heutigen Mittwoch zeigt sich weitgehend unaufgeregt: Die Aktie notiert bei 1.494,20 Euro und damit nahezu unverändert gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 1.495,80 Euro. Auf Wochensicht steht ein moderates Minus von 0,6 Prozent zu Buche – ein Zeichen dafür, dass die divergierenden institutionellen Bewegungen den Kurs bislang nicht aus der Ruhe bringen.
Die Kombination aus fortgesetzten Rückkäufen und uneinheitlichem institutionellem Verhalten spiegelt die aktuelle Gemengelage bei ASML wider. Einerseits signalisiert das Unternehmen mit dem unveränderten Rückkauftempo Vertrauen in die eigene Bewertung.
Andererseits zeigt der teilweise Ausstieg der Deutschen Bank, dass nicht alle Großanleger die aktuellen Kursniveaus für nachhaltig halten. Für Privatanleger bleibt die Kernbotschaft: ASML bleibt operativ auf Kapitalrückführung ausgerichtet, während sich das Bild unter institutionellen Investoren zunehmend differenziert.
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