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ASML: China-Konkurrent startet DUV-Produktion

ASML steigert Rückkäufe und Low-NA-EUV-Kapazitäten, während Analysten trotz chinesischer Konkurrenz an positiven Langfristperspektiven festhalten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • ASML kauft eigene Aktien zurück
  • Low-NA-EUV-Kapazität soll um 30 Prozent steigen
  • Chinesischer Anbieter startet DUV-Produktion
  • BofA und Bernstein erhöhen Kursziele

ASML sieht sich trotz eines verstärkten Wettbewerbs in China gut für die kommenden Jahre aufgestellt. Während der Konzern seine Produktion massiv ausbaut, treiben umfangreiche Aktienrückkäufe und die hohe Nachfrage nach Lithografiesystemen den strategischen Fokus des Unternehmens. Seit Jahresbeginn konnte die Aktie des Halbleiterausrüsters bereits um 59 % zulegen.

Rückkäufe und hohe Auftragsbestände

Das Unternehmen hat am Montag Details zu seinem laufenden Rückkaufprogramm veröffentlicht. Zwischen dem 17. August und dem 21. August 2026 erwarb ASML insgesamt 252.684 eigene Aktien. Der gewichtete durchschnittliche Kaufpreis belief sich dabei auf rund 1.546,50 Euro pro Stück, was einem Gesamtvolumen von etwa 390,5 Millionen Euro entspricht. Diese Transaktionen sind Teil eines großangelegten Rückkaufplans für den Zeitraum 2026 bis 2028 mit einem Gesamtvolumen von bis zu 12 Milliarden Euro.

Parallel zur Kapitalpflege arbeitet das Management an der Ausweitung der operativen Kapazitäten. CFO Roger Dassen kündigte an, die Produktionskapazität für Low-NA-EUV-Systeme um 30 % zu steigern, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.

Eine weitere Erhöhung um denselben Prozentsatz für das Jahr 2028 wird derzeit geprüft. Die Kapazitäten für diese hochkomplexen Belichtungsmaschinen sind bis zum Ende des Jahres 2027 nahezu vollständig ausgebucht. Für das Jahr 2028 liegen dem Unternehmen bereits substantielle Bestellungen vor.

Konkurrenz in Fernost und Analystenbewertungen

Am Mittwoch sorgten Medienberichte über technologische Fortschritte in China für eine vorübergehende Kursreaktion. Das staatlich geförderte Unternehmen Shanghai Aishengna Electronic Technology Group hat demnach mit der Produktion eigener DUV-Lithografiesysteme begonnen. Ziel des chinesischen Konzerns ist es, im laufenden Jahr fünf und bis 2027 insgesamt 20 Systeme auszuliefern. Zu den potenziellen Abnehmern zählen große Produzenten wie SMIC, Hua Hong und CXMT. Diese Entwicklung wird am Markt genau beobachtet, da China ein bedeutender Absatzmarkt für die bestehende Technologiegeneration von ASML bleibt.

Analysten bewerten die langfristigen Aussichten dennoch positiv. Die Experten von BofA Global Research bezeichneten die Aktie im August als „Top Pick“ und bestätigten ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 2.452 Euro. Sie verwiesen auf einen ungerechtfertigten Bewertungsabschlag gegenüber US-amerikanischen Wettbewerbern.

Auch Bernstein-Analyst David Dai hob das Kursziel für ASML auf 2.623 US-Dollar an. Er begründete dies mit einem sich beschleunigenden, durch Künstliche Intelligenz getriebenen Investitionszyklus und einer beispiellosen Kapazitätserweiterung bei fortschrittlichen Logik- und Speicherchips.

Marktlage und Ausblick

Die Aktie schloss am Freitag bei 1.465,40 Euro. Trotz der jüngsten Schwankungen notiert das Papier weiterhin deutlich über seinem Vorjahresniveau. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das am 30. Juni 2026 bei 1.748,00 Euro markiert wurde, beträgt aktuell 16 %. Anleger blicken nun auf den 21. Oktober 2026, wenn ASML die Finanzergebnisse für das dritte Quartal vorlegen wird. Bereits Anfang August hatte das Unternehmen eine Quartalsdividende von 2,1507 US-Dollar pro Aktie an seine Anteilseigner ausgeschüttet. Daten zu Insidergeschäften zeigten zudem, dass in den vergangenen zwölf Monaten keine Transaktionen durch Führungskräfte gemeldet wurden.

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Diskussion zu ASML Holding

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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