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ASML Aktie: Zwischen AI und China

ASML startet mit hoher Bewertung ins neue Jahr. Die starke KI-getriebene Nachfrage nach EUV-Systemen trifft auf neue regulatorische Hürden im wichtigen China-Geschäft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starke KI-Nachfrage als zentraler Wachstumstreiber
  • Neue Lokalisierungsvorgaben in China belasten Geschäft
  • Hochlauf der neuen High-NA-EUV-Systeme beginnt
  • Aktie wird mit hohem KGV von rund 40 bewertet

Die ASML-Aktie geht nach einem starken Börsenjahr 2025 mit viel Vorschusslorbeeren in das neue Jahr. Während heute wegen des Neujahrsfeiertags kein Handel stattfindet, sortieren Investoren die jüngsten Impulse: Optimistische Einschätzungen zur KI-Nachfrage treffen auf neue regulatorische Hürden aus China. Im Zentrum steht die Frage, wie belastbar das Wachstumsszenario für 2026 unter diesen Rahmenbedingungen bleibt.

Gegenläufige Impulse: KI-Boom vs. China-Vorgaben

Zum Jahresende prägten zwei Meldungen das Bild. Am 31. Dezember betonte ein Citi-Report die anhaltend starke Nachfrage nach Halbleiterfertigungstechnik für KI-Anwendungen als wichtigsten Wachstumstreiber für ASML. Demnach dürfte der Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz auch 2026 für hohe Bestellungen der modernsten EUV-Systeme sorgen.

Dem gegenüber steht ein Bericht vom 30. Dezember, der neue geopolitische Risiken herausstellt. Laut diesem müssen chinesische Chipproduzenten künftig mindestens 50 % lokale Ausrüstung einsetzen. Diese Vorgabe stellt das China-Geschäft von ASML strukturell infrage und erschwert die Bewertung: Starke KI-getriebene Nachfrage in den westlichen Märkten trifft auf verschärfte Rahmenbedingungen in einem wichtigen asiatischen Absatzgebiet.

Kursniveau und Bewertung

ASML beendete das Börsenjahr 2025 an der NASDAQ mit einem Schlusskurs von 1.069,83 US‑Dollar. Die Aktie zeigte im Jahresverlauf deutliche Schwankungen, liegt aber klar in der oberen Hälfte der 52‑Wochen-Spanne von 578,51 bis 1.141,72 US‑Dollar.

Die Bewertung bleibt anspruchsvoll. Das Papier wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 40 gehandelt, was die hohen Gewinnerwartungen an das EUV‑Geschäft widerspiegelt.

Wichtige Kennzahlen im Überblick:

  • Schlusskurs: 1.069,83 US‑Dollar
  • Tagesveränderung (31. Dezember, Schluss): ca. -0,2 %
  • Marktkapitalisierung: rund 418 Mrd. US‑Dollar
  • Kurzfristige Unterstützung: Bereich um 1.066 US‑Dollar

High-NA als nächster Wachstumstreiber

Strategisch rückt der Hochlauf der High-NA-EUV-Systeme in den Vordergrund. Nach dem Start der Auslieferungen des EXE:5200 in Q2 2025 liegt der Fokus 2026 auf der Integration in die Serienfertigung.

Besondere Aufmerksamkeit gilt Großkunden wie Intel. Dessen 18A-Technologieknoten ist 2025 in die Risiko-Produktion gegangen; 2026 soll der Übergang in das kommerzielle Volumen erfolgen. Die erfolgreiche Nutzung der High‑NA‑Werkzeuge in dieser Phase ist entscheidend – sowohl für die technische Bestätigung der neuen Generation als auch für die Umsatzrealisierung in den kommenden Quartalen.

Ausblick 2026: EUV im Mittelpunkt

Für das Jahr 2026 richtet sich der Blick darauf, wie gut ASML die „50 %-lokal“-Vorgabe in China abfedern kann, während gleichzeitig der Auftragsbestand für KI-bezogene Anlagen abgearbeitet wird. Der Citi-Bericht vom 31. Dezember unterstellt, dass die KI-Nachfrage ausreicht, um weiteres Wachstum zu ermöglichen, auch wenn die Normalisierung der China-Umsätze spürbaren Gegenwind darstellt.

Konsens ist, dass vor allem das klassische DUV-Geschäft unter den Lokalisierungsbestrebungen in China leiden dürfte, während EUV die zentrale Wachstumssäule bleibt. Bewertet wird derzeit ein Szenario, in dem die Investitionen der „Big Three“ TSMC, Samsung und Intel die erwartete Schwäche im chinesischen Markt überkompensieren – mit entsprechend hoher Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung dieser drei Kunden im Verlauf des Jahres 2026.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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